Aldi bleibt erst einmal
Entspannung in der Markthalle Neun

Der Discounter kann vorläufig bleiben: Das Aldi-Schild an der Markthalle wird nicht Ende Juli abgeschraubt.
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Eigentlich war dem Aldi in der Markthalle Neun zum 31. Juli gekündigt worden. Das ist aber jetzt vom Tisch.

Bekannt gemacht wurde die neue Situation durch Bürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis90/Grüne). "Die Neugestaltung des Dialogprozesses wird möglich, nachdem die Betreiber mitgeteilt haben, dass der Aldi-Markt vorerst in der Markthalle Mieter bleiben wird", heißt es in einer Mitteilung der Rathauschefin vom 6. Juni.

Mit Neugestaltung des Dialogprozess sind weitere, erweiterte Beteiligungsformen zur Zukunft des Gebäudes an der Eisenbahnstraße gemeint. Sie sollen federführend von der Bürgermeisterin begleitet werden und nach den Sommerferien starten. Geplant sei unter anderem ein einwöchiges Nachbarschaftsforum in der Markthalle. Anwohner und Nutzer können während dieser Zeit täglich ihre Wünsche und Ideen vorbringen. Die Ergebnisse sollen wiederum bei einer Beteiligungswerkstatt vorgestellt und besprochen werden. Und sie fließen in die weitere Gestaltung der Angebote in der Markthalle ein. Nicht stattfinden wird dafür eine zunächst geplante Veranstaltung am 11. Juni.

Wie mehrfach berichtet, hatte das vorgesehene Aldi-Aus zu heftigen Protesten geführt. Viele Anwohner und Kunden sahen darin den letzten Schritt auf dem Weg zu einer hochpreisigen und elitären Markthalle. Denn außer beim Discounter sei das übrige Warenangebot für viele häufig unerschwinglich. Und sie hätten deshalb wenig von den Bio- und Regio-Produkten.

Die Ernährungswende brauche neue Ideen, konstatierte auch Monika Herrmann. Sie müsse sozial gestaltet werden, um eine gesunde, regionale und faire Ernährung für alle zu ermöglichen. Aber das könne nicht von heute auf morgen passieren. "Für kluge und nachhaltige Lösungen brauchen wir mehr Zeit."

Eine mögliche Entspannung beim Kampf um Aldi hatte sich bereits bei der bisher letzten Bürgerversammlung am 9. April angedeutet. Dort war den Markthallenbetreibern zumindest ein ergebnisoffenes Vorgehen abgerungen worden, gipfelnd in dem etwas kryptischen Satz: "Der Aldi geht nicht, bevor die Entscheidung gefallen ist, ob er gehen oder bleiben soll."

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