Ein Jux mit Wiener Schmäh:
Jugendtheatergruppe inszeniert Theaterposse nach Johann Nestroy

Zum Schluss wird alles gut: Lotta Höfer, Emanuel Schmidt, Antonia Kunze, Vinzenz Sommer und Jakob Hilke (von links)  spielen launig und in Wiender Mundart eine Posse von Johann Nestroy.
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  • Zum Schluss wird alles gut: Lotta Höfer, Emanuel Schmidt, Antonia Kunze, Vinzenz Sommer und Jakob Hilke (von links) spielen launig und in Wiender Mundart eine Posse von Johann Nestroy.
  • Foto: K. Rabe
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Die jungen Laienschauspieler der Jugendtheatergruppe Mater Dolorosa proben derzeit intensiv für ihre neue Aufführung. Dieses Mal steht eine Posse von Johann Nestroy auf dem Programm. Für die Wiener Posse in vier Aufzügen haben sich die ausnahmslos Berliner Darsteller zunächst einmal ein wenig Wienerischen Dialekt aneignen müssen, denn das Stück spielt in Wiener Mundart.

Aber keine Angst – die turbulente Handlung ist gut zu verstehen und es macht Spaß zu erleben, wie die jungen Schauspieler mit „Wiener Schmäh“ das Stück, das als „Paradestück der österreichischen Nationalliteratur“ gilt, auf die Bühne bringen. Johann Nestroy, den man getrost einen Klassiker der Posse nennen kann, schrieb es in seinen schöpferischsten Jahren. Am 10. März 1842 wurde es zum ersten Mal im Theater an der Wien aufgeführt. Es geht um Zangler (Gregor Habbel), einem Gewürzkramer, der sein Mündel Marie (Birthe Höfer) auf keinen Fall dem unvermögenden August Sonders (Alexander Trenkler) zur Frau geben möchte und das Mädchen daher zur Schwägerin in die Stadt schicken will. Das erfährt Sonders und will mit seiner Angebeteten durchbrennen. Und dann sind da noch Christopherl (Vinzenz Sommer) und Weinberl (Emanuel Schmidt), die ein richtiges Abenteuer erleben und  sich „einen Jux machen“ wollen. Es kommt zu jeder Menge Verstrickungen, Verwechslungen und Missverständnissen. Doch am Ende gibt es natürlich ein Happy End.

Die Jugendtheatergruppe Mater Dolorosa spielt seit 1995 regelmäßig geistliches und weltliches Theater mit Menschen zwischen 3 und 30 Jahren. Anfangs waren Krippen-, Martins- und Nikolausspiele zu sehen. Seit 2007 stehen im jährlichen Wechsel Komödien, Schauspiel und auch Tragödien auf dem Programm. Unter anderem zeigte das Jugendtheater Hofmannsthals „Jedermann“, Goethes „Faust“, Goldonis „Zickenzoff in Chiozza“ und im vergangenen Jahr „Die spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach. Sogar an Botho Strauß' „Ithaka“ wagten sich die jungen Leute unter der Leitung von Ansgar Vössing heran.

Die Theatergruppe ist kein festes Ensemble und freut sich über Neuzugänge. Voraussetzungen sind Motivation, Ausdauer und Verlässlichkeit. Talent ist wünschenswert und Erfahrung hilfreich (Kontakt unter ¿711 09 66 oder per E-Mail an ansgar.voessing@t-online.de). 

Die neue Inszenierung ist jeweils am Sonnabend, 12. und 19. Januar, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 13. und 20. Januar, um 17 Uhr, im Pfarrsaal im Gemeindehaus der katholischen Pfarrgemeinde Mater Dolorosa, Kurfürstenstraße 59, zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden werden zur Deckung der Unkosten erbeten.

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