Schönheitskur in drei Teilen
Im Lichtenberger Rathauspark beginnt in diesem Jahr die Umgestaltung

Der Rathauspark zwischen Möllendorffstraße und Frankfurter Allee wird überholt.
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Nebenan sorgen die Bauarbeiten am neuen Howoge-Ensemble für Lärm und Schmutz, aber davon ganz abgesehen: Der Rathauspark an der Möllendorffstraße besticht derzeit nicht durch seine hohe Aufenthaltsqualität. Das soll sich ändern. Voraussichtlich im Spätsommer beginnt eine Schönheitskur für das Grünstück.

Wer durch den Rathauspark spaziert, kommt um die Erkenntnis kaum umhin: Die Grünanlage hinter dem namensgebenden Amtsgebäude wirkt ein wenig vernachlässigt. Eine Runderneuerung scheint angebracht zu sein – und ist nun auch in Sicht. Ab August dieses Jahres bis Ende 2020 stehen im Park umfangreiche Arbeiten an. Das teilt der für die bezirklichen Grünflächen zuständige Stadtrat Wilfried Nünthel (CDU) mit.

Rund 1,8 Hektar misst das Grünstück zwischen Rathaus, Möllendorffstraße und Frankfurter Allee, das künftig mit etwas mehr Charme und Charakter aufwarten soll. Vor allem die kleinen Kiezbewohner dürften dort bald auf ihre Kosten kommen. Das Bezirksamt Lichtenberg erfülle den seit Jahren geäußerten Wunsch nach neuen Spielplätzen nördlich der Frankfurter Allee, so der Stadtrat. „Die große Freifläche im Süden des Parks wird um einen etwa 230 Quadratmeter großen Kinderspielplatz ergänzt.“

Spezialrasen für Spiellandschaft 

In diese Spiellandschaft werden die vorhandenen Bäume integriert und zusätzlich mit Weidensträuchern unterpflanzt. Die so entstehenden Verstecke sind Teil des Spielkonzeptes. Ein Großteil der Rasenfläche bleibt erhalten, nur in einigen Bereichen will das Grünflächenamt besonders robusten Rasen für Trockenstandorte säen. Eine Maßnahme, die die Pflege in so heißen Sommern wie dem Jüngsten erleichtern dürfte. Außerdem ist geplant, den alten, etwa 60 Quadratmeter großen Kinderspielplatz von Grund auf zu sanieren.

Ein weiterer Bauabschnitt widmet sich dem Wegesystem. Weniger frequentierte Pfade sollen zugunsten von Grünbereichen wegfallen. Andere Wege werden saniert, einige auch neu angelegt. Die von Ost nach West verlaufende Hauptverbindung bekommt Laternen. Die Firma „Stadtlicht Berlin“ stellt dort Mastleuchten auf, so lässt sich der Park künftig auch bei Dunkelheit durchqueren.

Der Baumbestand bleibt nahezu erhalten. Allerdings liegen die Wurzeln einiger Bäume auf oder direkt neben neu geplanten Wegeflächen, weshalb sie gefällt werden müssen. Auch diverse Sträucher, die in die vorgesehenen Spielbereiche hineinragen, sollen weichen. Ersatz sei in der Planung berücksichtigt, versichert Stadtrat Nünthel. Hier und da bekommen die etwas lichten Strauchreihen Verstärkung – in Form von heimischen Heckengewächsen.

Nach intensiver Bürgerbeteiligung

Das Gesamtprojekt ist in drei Abschnitten und behutsam geplant. „Nach vielen Beteiligungsrunden mit den Anwohnern, mit Kindern und Jugendlichen aus den benachbarten Schulen und Kitas ist es uns gelungen, ein Konzept zu entwickeln, dass allen Wünschen gerecht wird“, zeigt sich Nünthel zufrieden. „So werden wir einerseits neue Spiel- und Aufenthaltszonen schaffen und andererseits die weiten Rasenflächen und die schattigen Rückzugsorte erhalten.“

Nicht zuletzt verändert sich auch die Gedenkstätte „Blutmauer“ im südlichen Parkbereich. Dort ersetzt Kleinsteinpflaster den Asphalt des Gehwegs, um den Gedenkort zu unterstreichen. Vier Solitärsträucher rahmen die Mauer und binden gleichzeitig den Sitzbereich stärker ein.

Das Bezirksamt weist darauf hin, dass während der Umgestaltung jeweils übergangsweise einige Bereiche des Rathausparks gesperrt bleiben müssen.

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