An vielen Schulen ist der Betrieb ohne vorangegangene Grundreinigung gestartet

Gerade zum neuen Schuljahr erwarten Schüler, Lehrer und Eltern saubere Räume.
  • Gerade zum neuen Schuljahr erwarten Schüler, Lehrer und Eltern saubere Räume.
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Lichtenberg. Schlechten Service attestiert der Stadtrat Andreas Prüfer (Die Linke) der Reinigungsfirma Dussmann. In 18 Schulen, neun Sporthallen und in einer Jugendverkehrsschule wurde keine Grundreinigung durchgeführt.

Eigentlich sollten Schulen nach den Sommerferien tipp­topp sauber sein. Gerade die Ferien bieten eine gute Möglichkeit, um die Böden und Sanitäranlagen mal aufs gründlichste zu reinigen. Denn dann sind die Gebäude in der Regel leer, das Reinigungspersonal kann ungehindert fegen und wischen.

In 18 Lichtenberger Schulen und neun Sporthallen hat in diesem Sommer diese Grundreinigung aber gar nicht stattgefunden. Darunter sind vor allem Gebäude im Norden des Bezirkes. So etwa die Fritz-Reuter-Oberschule in der Prendener Straße 29, die Paul-Schmidt-Schule am Malchower Weg 54 oder die Turnhalle in der Wollenberger Straße 1.

Andreas Prüfer (Die Linke) ist Stadtrat für Facility Management und verärgert. "Die Reinigungsfirma Dussmann hat sich geweigert, die vereinbarte Leistung zu erbringen", informierte er auf der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 15. September auf eine Nachfrage des SPD-Bezirksverordneten Kevin Hönicke. Die Grundreinigung sei Bestandteil des Jahresvertrages. Prüfer vermutet, die Firma habe sich dieser letzten Leistung geweigert, nachdem sie bei der Neuausschreibung für die Reinigung der Schulen in diesem Jahr leer ausgegangen ist. Der Bezirk hat nach etlichen Jahren die Schulreinigung neu ausgeschrieben.

Die Weigerung führte bislang zu einer Schadensersatzforderung seitens des Bezirkes – und Ersatzvornahmen. Doch nur an fünf Schulen konnte die Grundreinigung von anderen Firmen nachgeholt werden. Die Sprecherin der Dussmann Group schreibt auf eine Anfrage der Berliner Woche, dass man seit Anfang September mit dem Bezirksamt Lichtenberg in Abstimmung sei. "Wir sind zuversichtlich, dass die Grundreinigung im Sinne des Bezirksamtes sowie der Schüler, Lehrer und Eltern gelöst wird." Wie eine Grundreinigung bei Schulbetrieb noch erfolgen könnte, das erklärte die Sprecherin nicht. "Details können wir gern mitteilen, wenn die Abstimmung mit dem Bezirksamt beendet ist." KW

Autor:

Karolina Wrobel aus Lichtenberg

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