Wenige Tage bis zur Wahl: Entscheidung über den neuen Bundestag fällt am Sonntag

Lichtenberg. Mit TV-Duellen und Straßenwahlkampf ist am Sonntag Schluss. Dann entscheiden die Deutschen darüber, wie sich der neue Bundestag zusammensetzt. In Lichtenberg schnitt 2009 und 2013 Die Linke am besten ab.

Das zeigt ein Blick auf die „Wahlkreisporträts“, mit denen das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg interessante Fakten zu vergangenen Wahlen und Wissenswertes zur kommenden Wahl liefert. Danach war Lichtenberg im Jahr 2013 der Berliner Bezirk mit den meisten Zweitstimmen für Die Linke. Auch das Direktmandat sicherte sich die Linke Gesine Lötzsch mit 40,3 Prozent der Erststimmen. Ihre Partei kam vor vier Jahren in Lichtenberg auf 34,6 Prozent, gefolgt von der CDU (23,1) und der SPD (20,4). Grüne, AfD, FDP und Sonstige blieben im einstelligen Bereich.

Auffällig im Bezirk war die niedrige Wahlbeteiligung. Nur 67,4 Prozent der zum Urnengang berechtigten Lichtenberger gaben damals ihr Votum ab, das war der zweitschlechteste Wert in der Hauptstadt. Darunter lag nur Marzahn-Hellersdorf (65,1). Eifrigste Urnengänger: die Steglitz-Zehlendorfer mit 79,8 Prozent.

Rund 205.000 Lichtenberger können am 24. September über die Sitzverteilung des künftigen Bundesparlaments mitentscheiden. Republikweit nehmen an der Wahl 42 Parteien teil. Die meisten treten mit Landeslisten an, in Berlin sind es 24. Acht politische Vereinigungen haben nur Wahlkreiskandidaten aufgestellt. In Lichtenberg hoffen zwölf Direktkandidaten auf ein erneutes oder auch erstes Mandat für den Bundestag: Neben Gesine Lötzsch sind es Martin Pätzold (CDU), Kevin Hönicke (SPD), Hannah Neumann (Grüne), Marius Radtke (AfD), Olaf Lengner (Piraten), Dirk Gawlitza (FDP), Stefan Sacharjew (Die Partei), Dagmar Arnecke (MLPD), Felix Werth (Gesundheitsforschung), Manuela Tönhardt (NPD) und der parteilose Oliver Snelinski.

Besonders am Berliner Wahltag: Der Senat hat auf den 24. September auch die Abstimmung für den Volksentscheid über den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel gelegt. bm

Die Wahlkreisporträts stehen unter www.statistik-berlin-brandenburg.de

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