Lichtenrade vor dem Supergau

Holger Ludewig von der DB Netzagentur: "Der geplante Baubeginn ist 2018 bei ebenerdiger Trassenführung. Das bedeutet 4,5 Jahre Vollsperrung der Bahnhofstraße.

Diese schockierende Nachricht verkündete er vor den Mitgliedern des Gebietsgremiums des Aktiven Zentrums Bahnhofstraße (AZ Bahnhofstraße). Eine Verkehrsberuhigung ist wegen der Baustellenlogistik nicht möglich. Während der Bauzeit wird die Bahnhofstraße von Westen her nicht befahrbar sein. Eine Umleitung erfolgt über die Hilbertstraße/Wolziger Zeile/Goltzstraße. In der Goltzstraße wird das vorhandene Kopfsteinpflaster mit einer Asphaltdecke zur Lärmminderung versehen. Die zweite Umleitung erfolgt über die Wünsdorfer Straße/Schichaustraße. Der Pfarrer-Lüttkehausplatz wird für Lagerung der Baustellengerätschaften und Materialien benötigt. Auf Nachfrage erklärt Herr Ludewig diese Maßnahmen sind mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung abgestimmt.

Hier werden Überschneidungen zwischen den Planungen beim AZ und der DB deutlich. Hinzu kommt eine nicht begreifbare Planung im Hause der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter Herrn Senator Geisel.
Die Abteilung IV (Verkehr) möchte die Anbindung der Dresdner Bahn zum BER endlich fertig stellen und zerstört mit der ebenerdigen Trassenführung urbanes Leben. Rund um den S-Bahnhof werden 15 mittelständische ihrer Existenz beraubt.

Die Abteilung VII (Stadtentwicklung) möchte mit dem AZ die Bahnhofstraße umgestalten. 20,6 Millionen Euro stehen für acht Jahre zur Verfügung, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Etwa für die Einrichtung von Fahrradspuren, die Veränderung der Parksituation sowie zahlreiche Baumaßnahmen bei den Bürgersteigen. Insgesamt sollen auch die ansässigen Geschäfte und Betriebe davon profitieren.

Wie viele Betriebe werden nach 4,5 Jahren Bauzeit noch vorhanden sein? Herr Senator Geisel, schauen Sie in den Koalitionsvertrag von 2011? Herr Regierender Bürgermeister, wo bleibt Ihre Unterstützung? Zurück zu Mauerzeiten? Über 50.000 Einwohner in Lichtenrade werden die Zerstörung von Lichtenrade nicht hinnehmen.

Autor:

Rainer Welz aus Lichtenrade

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