Vintage-Möbel aus Weinkisten

Den Sieg beim Berliner Landeswettbewerb haben die Lichtenrader Schüler schon in der Tasche. Nun geht es ins Bundesfinale.
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Lichtenrade. Die Schülerfirma „Möbellira“, ein Eigengewächs des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums, hat den JUNIOR-Landeswettbewerb der Berliner Schülerfirmen gewonnen und ist damit für das Finale beim Bundeswettbewerb vom 21. bis 23. Juni nominiert.

Außerdem wurde die Lichtenrader Bildungsanstalt in der Rehagener Straße 35 noch als JUNIOR-Premium Schule ausgezeichnet. Damit wird gewürdigt, dass seit fünf Jahren jährlich Schülerfirmen gegründet werden, die sich erfolgreich unterschiedlichen Wettbewerben stellen.

Aktuell sind 19 durch den Kurs „Studium und Beruf“ motivierte Schüler aus den 11. Klassen mit ihrer im Herbst gegründeten Firma „Möbellira“ (steht für Möbel aus Lichtenrade) und unter Anleitung von Michael Dannenberg, Lehrer und Fachbereichsleiter Gesellschaftswissenschaften, am unternehmerischen Werk. Nach dem Hin- und herwälzen vieler verschiedener Ideen hatten sich die Schüler schließlich entschieden, Möbel herzustellen.

„Dabei war uns von Anfang an bewusst, dass wir umweltfreundlich produzieren wollen. Nach einer umfangreichen Recherche haben wir uns für das Upcycling (aus alt mach neu) entschieden“, erklärt die 17-jährige Vorstandsvorsitzende Maristella Tripaldi. Und die gleichaltrige Marketingleiterin Sofiya Petrenko fügt hinzu, dass, „um das perfekte Produkt erstellen zu können“, zunächst mehrere Umfragen zu ihrer Produktidee durchgeführt wurden, wonach sie dann zu dem Entschluss gekommen seien, „Vintage-Hocker und Regale aus alten Weinkisten zu bauen.“

„Bisher wurden die Bemühungen mit Erfolgen wie einem Beitrag im rbb-Fernsehen und dem Gewinn des JUNIOR-Landeswettbewerbs belohnt. Um die weiteren Ziele zu erreichen, arbeiten alle Mitwirkenden weiter mit Begeisterung an den derzeitigen und an neuen Ideen“, freut sich Lehrer Dannenberg.

Als nächstes Ziel steht nun erst einmal das Bundesfinale auf dem Stundenplan. Die Schüler rechnen sich zwar Chancen aus, aber das Rennen ist völlig offen. Die Mitbewerber der Lichtenrader Jungunternehmer in der Endrunde sind schließlich die besten Schülerfirmen aus den übrigen 15 Bundesländern. Die Schlussrunde mit Preisverleihung am 22. Juni findet im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin statt. Die Berliner Woche drückt die Daumen.

Die JUNIOR-Schülerfirmenprogramme des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln werden bundesweit seit 20 Jahren angeboten. Im Team erlernen und erproben junge Menschen Grundprinzipien unternehmerischen Handelns. In Berlin wird die JUNIOR-Beteiligung durch die Unterstützung von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung ermöglicht. HDK

Weitere Infos unterwww.moebellira.de.
Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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