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Imkerverein bildet Nachwuchs aus

Die Bienenstöcke stehen bei Peter Schueßler auf dem Dach der Garage im Garten.
Die Bienenstöcke stehen bei Peter Schueßler auf dem Dach der Garage im Garten. (Foto: Schueßler)

Auch in der großen Stadt haben immer mehr Menschen ihr Herz für die Bienen entdeckt. Seit der Aktion „Berlin summt“ wächst die Zahl der Imker wieder.

Der Imkerverein Lichtenrade bietet im neuen Jahr Anfängerkurse an. Peter Schueßler ist für den Lehrbienenstand Marienfelde zuständig. Er verweist auf das wachsende Interesse am Natur- und Umweltschutz. „Auch Imker leisten einen wertvollen Beitrag direkt vor ihrer Haustür.“ Imkerei ist für ihn mehr als ein Hobby. Die Imker beschäftigen sich auch mit den biologischen Abläufe in der Natur. Und ganz nebenbei ernten sie ihren eigenen Honig. Auch nach vielen Jahren ist Schueßler von Bienenvölkern fasziniert.

Der Verein bietet einen Anfängerkurs an. „In einem eintägigen Theoriekurs werden die Grundlagen gelegt, die eine eigene Bienenhaltung ermöglichen“, erklärt der erfahrene Imker. In der praktischen Arbeit bekommen die Anfänger einen Einblick in die Struktur eines Bienenvolks. Dabei lernen sie auch den Umgang mit den Bienen.

„Wer Bienen hält, trägt eine hohe Verantwortung und muss sich im Klaren sein, dass von Mitte April bis Mitte Juli im wöchentlichen Turnus am Bienenstand zu tun ist“, sagt Peter Schueßler. Auch in der Großstadt ist die Imkerei möglich.

In den vergangenen Jahren wurden Bienenstöcke auf Hochhäuser gestellt, auf vielen Rathäusern stehen welche, selbst auf Dächern von Kindergärten und Schulen haben Bienenvölker eine neue Heimat gefunden. Über 980 Imker gehen in Berlin erfolgreich ihrem Hobby nach.

Im Lichtenrader Verein gibt es zurzeit 70 Imker, auch aus den benachbarten Gemeinden Mahlow und Blankenfelde. Die meisten Imker haben ihre Bienenstöcke im Garten am Haus oder in der Kleingartenanlage stehen. In Lichtenrade gibt auch noch drei Imker, die mit ihrem Bienenwagen über das Land ziehen. Jetzt gehören zu einem Volk 20 000 bis 30 000 Bienen. Den Winter überleben werden aber nur 5000 bis 15 000 Bienen. Schnell wächst das Volk dann wieder auf bis zu 60 000 Bienen im Sommer an.

Die Stadt bietet ihnen gute Verhältnisse. Zahlreiche Bäume entlang der Straßen und Bahnlinien, Bäume, Sträucher und Stauden auf den Friedhöfen und in den Gärten bieten den Bienen vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst beste Nahrungsgrundlage. Auch jeder noch so kleine Garten mit abwechslungsreicher Bepflanzung trägt zum Wohlbefinden der Bienen bei. Ihre Haltung auf dem Lande ist dagegen durch die kilometerweiten Monokulturen und die damit einhergehende Artenarmut recht schwierig geworden.

Der Imkerverein Lichtenrade bietet im Februar einen Anfängerkurs in der ufaFabrik in Tempelhof an. Der Kurs beginnt am Sonnabend, 24. Februar, um 10 Uhr. Der praxisorientierte Infotag wird Ende April/Anfang Mai am Lehrbienenstand Marienfelde durchgeführt. Die Kursgebühr beträgt 35 Euro.

Informationen und Anmeldung: www.imkerverein-lichtenrade.de, 74 68 35 03.

Die Bienenstöcke stehen bei Peter Schueßler auf dem Dach der Garage im Garten.
Peter Schueßler vom Imkerverein Lichtenrade kümmert sich um den Imker-Nachwuchs. Foto: Schueßler
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