Kinder aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenrade

Vor 34 Jahren hat Helge Weber bei der Jugendwehr angefangen. Heute gibt er sein Wissen an Florian, Michelle und Frank (von links) weiter. | Foto: KT
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Lichtenrade. An jedem Montag herrscht jugendliches Treiben in der Feuerwache Im Domstift. 27 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, davon drei Mädchen, bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Seit 34 Jahren gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenrade die Jugendwehr. Eines der Gründungsmitglieder ist Helge Weber, der heute bei der Berliner Feuerwehr für die Jugendarbeit zuständig ist. Voller Stolz verweist er darauf, das in den vielen Jahren rund 50 Mitglieder der Jugendfeuerwehr später bei der Freiwilligen Feuerwehr geblieben, zwölf sogar zur Berufsfeuerwehr gegangen sind. Im Gegensatz zu anderen Freiwilligen Feuerwehren können sich die Lichtenrader Kameraden nicht über den Nachwuchs beklagen. Das Interesse ist groß. "Doch mehr als 30 Kinder und Jugendliche können wir nicht aufnehmen", betont Helge Weber. Und so gibt es eine lange Warteliste.

Jeden Montag pünktlich nach dem 18-Uhr-Läuten der Glocken am nahen Kirchturm beginnt die Ausbildung. Mitglied bei der Jugendfeuerwehr können Kinder ab der zweiten Klasse werden. "Im Winter beschäftigen wir uns mehr mit der Theorie", erklärt Helge Weber. So lernen die Kinder und Jugendlichen Knoten und Stiche kennen, beschäftigen sich mit den Fahrzeugen und üben sich in Erster Hilfe.

Frank Weber ist mit 17 Jahren einer der ältesten jungen Feuerwehrleute. Er trägt an seinem Helm bereits eine Nummer. Das ist das Zeichen dafür, dass er bereits zu Einsätzen mitfahren darf. Seit sechs Jahren ist Frank schon bei der Jugendfeuerwehr. Er ist zurzeit in der Berufsausbildung und steht vor der Entscheidung, entweder nach der Ausbildung zur Berufsfeuerwehr zu gehen oder Architektur zu studieren. Doch der Freiwilligen Feuerwehr will er auf jeden Fall erhalten bleiben.

Der 16-jährige Florian Sandfuchs ist noch Oberschüler. "Schon als kleiner Junge wollte ich immer zur Feuerwehr", sagt er. Nun ist er schon seit fünf Jahren mit dabei und hat die ersten Einsätze an der Seite der "Großen" hinter sich. "Wir mussten beispielsweise Verkehrshindernisse beseitigen." Auch er möchte nach dem Abitur bei der Feuerwehr bleiben. Seine Schwester Michelle ist erst zwölf Jahre alt und seit einem Jahr dabei. Es gibt noch zwei weitere Mädchen in der Gruppe. "Ich bin durch meinen Bruder zur Feuerwehr gekommen", berichtet Michelle.

"Die Arbeit der Jugendfeuerwehr wird vor allem durch den Förderverein unterstützt", erklärt Dietrich Schippel. Der Verein wurde 1989 gegründet und ist immer auf der Suche nach Sponsoren. "Beispielsweise gibt der Förderverein Zuschüsse für Fahrten zu Wettkämpfen und in die Sommercamps."

Auch in diesem Jahr wollen die Lichtenrader am Bundeswettbewerb teilnehmen und gut abschneiden. Vor zwei Jahren belegten sie den ersten Platz bei den Berliner Feuerwehren und wurden 16. im Wettkampf mit 32 Jugendwehren in Weimar.

Weitere Informationen unter www.fflichtenrade.de.
Klaus Tessmann / KT
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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