Schüler unterstützen Flüchtlingskinder

Einer der ersten, der den Schülerinnen Melisa Kaya (Mitte) und Desiree Horn eine Jute-Tat-Aktie abkaufte, war der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak.
  • Einer der ersten, der den Schülerinnen Melisa Kaya (Mitte) und Desiree Horn eine Jute-Tat-Aktie abkaufte, war der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak.
  • Foto: CSC
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Lichtenrade. Die Schülerfirma „Jute Tat“ vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium hat es unter die ersten zehn beim Bundes-Schülerfirmen-Contests geschafft und steht nun im Finale. Ihre genaue Platzierung erfahren die Schüler am 11. November bei der Siegerehrung im Bundeswirtschaftsministerium.

Jute Tat: Der Firmenname ist Programm. Die beteiligten Schüler verkaufen Zehn-Euro-Zertifikate, um mit dem Geld Flüchtlinge zu unterstützen. Die Schüler organisieren gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Sie haben ihre Firma in Abteilungen gegliedert und verbinden soziales Engagement mit unternehmerischem Denken.

Prägend für die 16 Beteiligten zwischen 16 und 18 Jahren, sowie für ihre Geschäftsidee waren Gespräche mit den Kindern aus der Willkommensklasse an ihrer Schule. Jedes verkaufte Zertifikat ermöglicht quasi eine „jute Tat“ beziehungsweise eine gemeinsame Veranstaltung mit einem Flüchtling. „Wir wollen den Flüchtlingen unsere Kultur und Normen zeigen, die Integration in ihre noch unvertraute Umgebung erleichtern und sie herzlich willkommen heißen. Dabei ist uns der persönliche Kontakt sehr wichtig“, heißt es unter anderem in der Firmenbeschreibung. „Mir liegt besonders am Herzen, den Flüchtlingskindern ihr neues Leben zu erleichtern und ihnen unsere Kultur näher zu bringen“, erklärt Jute-Tat-Jungunternehmerin Desiree Horn. Und Melisa Kaya meint, dass sie damit wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Leben sammeln. Einer der ersten, der den beiden Schülerinnen eine Jute-Tat-Aktie abkaufte, war der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak aus Lichtenrade. Er drückt nun kräftig die Daumen und hofft, dass die Akteure ganz oben auf dem Treppchen landen. „Schließlich haben sie schon fast 300 Mitbewerber aus allen allen Landesteilen aus dem Feld geschlagen“, so der Politiker zuversichtlich zur Berliner Woche.

Der Bundes-Schülerfirmen-Contest wurde 2010 von der Unternehmensfamilie MüllerMedien ins Leben gerufen, um den Unternehmernachwuchs zu fördern und Jugendliche zu motivieren, sich bereits während der Schulzeit unternehmerisch zu betätigen. HDK

Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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