Knapp 400 Wohnungen und eine Kita entstehen
Das Theodor Quartier wird 2021 fertig

Gesobau-Chef Franzen mauert, Bausenatorin Katrin Lompscher, der stellvertretende Bürgermeister Uwe Brockhausen und Vorarbeiter Holger Bruchmann schauen zu.
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Das Märkisches Viertel bekommt ein neues Quartier. Am Senftenberger Ring 45-47 entstehen bis 2021 insgesamt 388 neue Wohnungen. Am 20. Mai war Grundsteinlegung.

Im Fontane-Jahr ist das fast schon selbstverständlich. Wenn die Gesobau im Märkischen Viertel ein neues Quartier errichtet, dann erweist sie dem Mann Ehre, der bis heute zu den Wanderungen durch die Mark Brandenburg animiert. Die künftigen Mieter wohnen hier im Theodor Quartier.

Auf der ehemaligen Bettina-Brache entstehen sechs Häuser mit insgesamt 388 Wohnungen in unterschiedlichen Größen. Die Gebäude sind um einen Campus herum gruppiert, in dem zur Straße Senftenberger Ring gelegenen Haus wird es zudem eine Kita für bis zu 120 Kinder geben. 50 Wohnungen werden von vornherein barrierefrei angelegt.

Regenwasser wird gespeichert

Für den stellvertretenden Bürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) ist nicht nur die soziale Infrastruktur vorbildlich. Ihm gefällt auch die ökologische Orientierung. So erläutert der Vorstandsvorsitzende der Gesobau, Jörg Franzen, dass alle sechs Gebäude extensiv begrünt werden. Bei starken Regenfällen werden so Überschwemmungen verhindert, weil das Wasser gespeichert wird. Die Verdunstung mildert dann die Temperaturen bei starker Hitzeentwicklung.

Wegen des schwierigen Untergrundes sind die Häuser nicht unterkellert. Sie entstehen schließlich in der „märkischen Streusandbüchse“. Laut Architektin Julia Dahlhaus gibt es aber in den Häusern genügend Abstellmöglichkeiten. Die Gemeinschaftsgärten, die auf einem Teil der Fläche zuvor angelegt worden waren, könnten in kleinerer Form nach der Fertigstellung der Häuser wieder entstehen.

Kein Leerstand
bei der Gesobau im MV

Franzen weist zudem darauf hin, dass das Projekt, dessen Kosten die Gesobau nicht bekannt gibt, das erste größere Bauvorhaben seit dem Bau des Märkischen Viertels vor mehr als 50 Jahren ist. Hatte die Gesobau in vergangenen Jahrzehnten im Märkischen Viertel immer mal wieder mit größerem Leerstand zu kämpfen, so ist jetzt laut Franzen so gut wie nichts mehr frei. „Wir sind komplett belegt.“

Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) lobte bei der Grundsteinlegung das generationenübergreifende Wohnen, das zudem bezahlbar bleibe. 60 Prozent der Wohnungen sind gefördert und werden zu einer Nettokaltmiete von 6,50 Euro vermietet. Einen politischen Seitenhieb musste die Bausenatorin allerdings auch hinnehmen. Franzen erklärte, dass aus seiner Sicht Enteignungen nicht das richtige Mittel seien, den angespannten Berliner Wohnungsmarkt zu entlasten. Die Partei die Linke, der Lompscher angehört, steht der Forderung nach Enteignung großer privater Wohnungsbauunternehmen aufgeschlossen gegenüber.

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