Umstrittenes Baukonzept
Degewo plant Mehrgeschosser im Siedlungsgebiet zwischen Bisamstraße und Landesgrenze

Der Senat will neben den Einfamilienhäusern an der Bisamstraße auch mehrgeschossige Häuser auf der Brache zur Landesgrenze bauen lassen.
  • Der Senat will neben den Einfamilienhäusern an der Bisamstraße auch mehrgeschossige Häuser auf der Brache zur Landesgrenze bauen lassen.
  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter
Corona- Unternehmens-Ticker

Wie die riesige Brache zwischen der Bisamstraße und der Landesgrenze bebaut wird, ist weiter ungewiss. Senat und Bezirk streiten, ob auf der Fläche Einfamlien- oder Mehrfamilienhäuser entstehen  sollen.

Entscheidend ist, ob die gültigen Bebauungsplanungen geändert werden müssen oder nicht. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo, Eigentümer des Baufeldes plant den Bau von Einfamilienhäusern wie an der Landsberger Straße und der Kaulbachstraße. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung möchte aber mehr Wohnraum schaffen und die Degwo aufgefordert das Baukonzept neu zu entwickeln. Auf eine Schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Mario Czaja teilte die Senatsverwaltung jetzt mit, dass das Konzept vorliege. Es sehe nach Abstimmung mit dem Bezirksamt rund 335 neue Wohnungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau vor. Problem ist nur, dass der Bebauungsplan den Bau von Eigenheimen vorsieht wie in der gesamten Umgebung. Die Degewo hatte folgerichtig bereits mit dem Verkauf der Grundstücke begonnen, bis die Senatsverwaltung im vergangenen Jahr das Vorgehen unterband. Hintergrund ist, die neue Liegenschaftspolitik des Senats, möglichst keine landeseigenen Grundstücke mehr zu verkaufen, sondern diese allenfalls zu verpachten.

Das Bezirksamt hat allerdings bisher keine Bereitschaft signalisiert, die Bebauungsplanung zu ändern. Das würde auch angesichts der bereits zur Bebauung vorbereiteten Flächen zu lange dauern. Alles hängt davon ab, ob es der Degewo gelingt, die Planungen so zu ändern, dass diese in keinem Widerspruch zum gültigen Baurecht geraten. Andernfalls wäre zu prüfen, ob eine Ausnahmeregelung möglich ist.

Andere Fragen sieht die Senatsverwaltung als gelöst an, etwa die Versorgung mit Kita-Plätzen. Die Degewo hat im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages mit dem Bezirk an der Stralsunder Straße eine Kita gebaut, die schon in Betrieb ist. Der Bau einer neuen Schule an der Landsberger Straße ist vorgesehen. Ob dies eine der Schnellbauschulen aus Holzmodulen sein wird, ist aber noch nicht klar. Auch die vorgesehene Sanierung der Stralsunder Straße wurde verschoben. Diese steht nun in der Investitionsplanung des Bezirk 2021-23, müsste aber noch mit dem kommenden Haushalt abgesichert werden.

„Wir werden im Bezirksparlament genau prüfen, ob die aktuellen Vorstellungen baurechtlich überhaupt statthaft sind“, kündigt Czaja auf seiner Webseite an. Gleichzeitig bietet er dort einen Musterbrief zur Unterzeichnung an, mit dem Anwohner sich gegen den Geschosswohnungsbau an der Bisamstraße aussprechen können.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

18 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

Bis 10. Juli mitmachen bei Verbraucherumfrage
Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel?

Der Agrarmarketingverband pro agro und der Verband Digitalwirtschaft Berlin-Brandenburg (SIBB e.V.) starten eine Umfrage zum Thema:  Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel.  Toilettenpapier, Hamsterkäufe, Begrenzungen der Kundenzahlen in den Geschäften - die mediale Berichterstattung der vergangenen Monate zum Einkaufsverhalten der Verbraucher war bestimmt von diesen drei Schlagzeilen.  Doch wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert? Wurde häufiger...

  • 03.07.20
  • 254× gelesen
BildungAnzeige
  4 Bilder

Jeder kann was!
Freie Ausbildungsplätze an der Emil Molt Akademie

Wir sind eine Berufsfachschule, Fachoberschule und Fachschule in freier Trägerschaft. Vor zwei Jahren im neuen Vollholzgebäude in Schöneberg eingezogen, freuen wir uns, Ihnen mit neuer Kapazität folgende Bildungsgänge anbieten zu können: Die Ausbildung zum Sozialassistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Berufsbildungsreife (BBR) Die Ausbildung zum Kaufmännischen Assistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss (MSA) Die Allgemeine Fachhochschulreife,...

  • Schöneberg
  • 01.07.20
  • 145× gelesen
  •  1
SportAnzeige
  2 Bilder

Neue Mini Tore
Jubel bei den Minis des SSV Köpenick Oberspree

Mit großer Freude können unsere Juniorenmannschaften wieder mit dem Training beginnen und zeigen mit ganzem Stolz ihre neuen Bazooka FUNino Tore, selbstverständlich mit unserem schönen Vereinslogo auf dem Netz. Großer Dank gilt hierbei der Unterstützung dem ehemaligen Union Profifußballspieler Steven Jahn und seiner Firma Zoccer mit Sitz am Treptower Park, Homepage: www.dubisteinzoccer.de Ebenso möchten wir uns bei den beiden Trainern Frank Schumann und Maik Ratsch bedanken, die diese...

  • Niederschöneweide
  • 15.06.20
  • 102× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen