Noch viele Etappen sind zu gehen
Baurecht für das neue Multifunktionsbad soll Ende 2019 vorliegen

Wird bis Ende 2024 durch ein modernes Multifunktionsbad ersetzt: das Kombibad Mariendorf.
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  • Foto: Berliner Bäder-Betriebe
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Der Bau des Multifunktionsbads Mariendorf beschäftigt Anwohner, Schulen und Vereine. Auf Einladung des CDU-Abgeordneten Florian Graf haben die Berliner Bäder-Betriebe bei einem Infoabend in der historischen Adlermühle über den Stand informiert. Pressesprecher Matthias Oloew gab Auskunft. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Warum muss das Kombibad überhaupt weichen?

Das 2015 vorgestellte Bäderkonzept sieht vor, dass moderne Multifunktionsbäder die Bestandsbauten ersetzen. Zwei werden in Berlin errichtet, eines in der Wolfshagener Straße in Pankow, das andere in Mariendorf. Das Bad im Ankogelweg stammt aus dem Jahr 1976, ist technisch überholt, sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Die Bäder-Betriebe kalkulieren durch den Neubau mit einer Besucherzunahme von 20 Prozent. Zu rechnen sei mit bis zu 350 000 Besuchern im Jahr.

Was ist bisher geplant?

Das Multifunktionsbad wird komplett barrierefrei gebaut und soll unterschiedlichsten Nutzergruppen gerecht werden. Vorgesehen ist ein Sportbereich mit sechs 50-Meter-Bahnen, einem separaten Sprungbecken mit einem Ein- und Drei-Meter-Brett sowie einem Lehrschwimmbecken. Akustisch und räumlich getrennt wird es einen Freizeitbereich mit einem Strömungskanal, Wasserkanonen, Geysiren und Whirlpools sowie einen Rutschenturm mit separatem Rutschenbecken geben. Ebenfalls angedacht ist ein beheiztes Außenbecken. Außerdem wird eine Saunalandschaft mit Innen- und Außenbereich gebaut. Darüber hinaus gibt es den Bäder-Betrieben zufolge im Abgeordnetenhaus die Willensbekundung, Schwimmern ein 50-Meter-Außenbecken zur Verfügung zu stellen.

Wie hoch sind die Kosten?

Der Senat hat für den Bau 30 Millionen Euro bewilligt. Finanziert wird dies durch SIWANA-Mittel (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds).

Welche Sorgen haben die Anwohner?

Sie befürchten vor allem einen durch die Besucherströme deutlich zunehmenden Autoverkehr. Bereits jetzt würden im Sommer der kleine Ankogelweg sowie die umliegenden Straßen regelmäßig zugeparkt, sodass teilweise nicht einmal die Feuerwehr durchkomme.

Gewünscht wird daher unbedingt eine intelligente Lösung, um den Verkehr mehr zum Mariendorfer Damm hinzuleiten. Zugleich wurde die Idee zur Errichtung eines Parkhauses oder einer Tiefgarage für die Badbesucher eingebracht. Eine Anwohnerin mit Handicap schlug beim Infoabend vor, Strandkörbe als Sitzmöglichkeiten und Infrarotkabinen gegen Gelenkschmerzen in das künftige Inventar aufzunehmen.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Bis Ende 2019 soll das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen sein. Dieses schafft das nötige Baurecht. Erst danach können die Bäder-Betriebe in die konkrete Detailplanung gehen. Laut Matthias Oloew wird es dann noch eine verstärkte Bürgerbeteiligung geben. Bisher steht noch nicht einmal fest, wie groß der Baukörper am Ende sein wird. Nach heutigem Stand werden die Bauarbeiten 2022 beginnen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2024 anvisiert.

Der Ausfall der Wasserzeiten soll so gering wie möglich gehalten werden, verspricht Matthias Oloew. In einem anderen Bezirk wurde zum Beispiel eine interessante Überbrückungslösung gefunden. So wird am Kombibad Seestraße in Wedding aufgrund mehrerer parallel dort nicht zur Verfügung stehender Bäder voraussichtlich noch in diesem Jahr eine Traglufthalle eröffnen. Sie soll für die Ortsteile Reinickendorf, Wedding und Tiergarten das Schul- und Vereinsschwimmen ermöglichen. Ob dies auch in Mariendorf eine Option wäre, müsste beizeiten geprüft werden.

Wird bis Ende 2024 durch ein modernes Multifunktionsbad ersetzt: das Kombibad Mariendorf.
Der Pressesprecher der Berliner Bäder-Betriebe, Matthias Oloew (rechts), folgte der Einladung des CDU-Abgeordneten Florian Graf. Der Infoabend fand in der Adlermühle statt, dem Vereinsheim des BSV Friesen 1895. Vorsitzender ist Jürgen Peters (links).
Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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