Ronja Walter erobert die Herzen
Holländer erobern die Derbyvorläufe

Zu Tränen gerührt: Ronja Walter und ihr Vater Manfred konnten die Freude über den tollen Sieg gar nicht fassen.
  • Zu Tränen gerührt: Ronja Walter und ihr Vater Manfred konnten die Freude über den tollen Sieg gar nicht fassen.
  • Foto: Heiko Lingk
  • hochgeladen von Manuela Frey

Auf der Mariendorfer Trabrennbahn wurden am Wochenende die Vorläufe für das Traber-Derby ausgetragen. In den nach dem Geschlecht der Pferde getrennten Rennen ging es um viel Geld, denn an die Sieger und Platzierten wurden stolze 120 000 Euro Prämie verteilt.

Am kommenden Sonnabend, 4., und Sonntag, 5. August, /Veranstaltungsbeginn jeweils 13.30 Uhr) steigt diese Summe noch einmal immens an, denn dann werden die Teilnehmer in den beiden Finalläufen um über 300 000 Euro Preisgeld kämpfen.

Beim Derby sind zwar nur deutsche Pferde startberechtigt. Aber eines ist jetzt schon klar: Das wichtigste Trabrennereignis der Bundesrepublik ist alles andere als eine rein nationale Angelegenheit. Denn besonders an den niederländischen Sulkyfahrern wird man kaum vorbeikommen. Die Holländer gewannen nämlich sechs der acht Vorläufe und gelten daher beim großen Finalwochenende als Topfavoriten. Die „Oranjes“ verkörpern mit ihren modernen Trainingsmethoden und den idealen Bedingungen auf ihren Pferde-Ranchen schon seit vielen Jahren eine exquisite Qualität. Lediglich der Deutsche Meister Michael Nimczyk (32) und der bayerische Profi Rudi Haller konnten ein wenig dagegenhalten und jeweils einen der Vorläufe gewinnen.

Der größte Beifall gehörte am Wochenende aber nicht den hartgesottenen männlichen Fahrern, sondern einer zierlichen jungen Dame: der im schleswig-holsteinischen Alveslohe beheimateten Ronja Walter. Die 23-Jährige gewann das wichtigste deutsche Trabreiten – sie saß also nicht im Sulky, sondern im Sattel ihres Hengstes namens Zauni. In der mit 20 000 Euro dotierten Prüfung bezwang Ronja Walter ihre schwedische Gegnerin Henriette Larsen mit einem sensationellen Ritt, der nicht nur im Publikum riesigen Jubel auslöste, sondern ihren Vater Manfred (61) zu Freudentränen rührte. „Dass meine Tochter dieses Rennen gewinnt, macht mich unglaublich glücklich und es ist viel schöner als all meine eigenen Siege“, sagte der Trabrennfahrer tief bewegt, der in seiner Karriere bisher 1.745 Rennen gewann.

Autor:

Heiko Lingk aus Marienfelde

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