Brache Säntisstraße wieder auf der Tagesordnung

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Marienfelde. Das von einem privaten Investor geplante Logistikzentrum dmonierte fast das gesamte Jahr 2013 einen beträchtlichen Teil der Bezirkspolitik mit einigen bis heute ungeklärten Ungereimtheiten. Ein großer Teil der Kleingartenkolonie Säntisstraße wurde dann Ende 2013 platt gemacht.

Es gab sogar einen erfolgreichen Einwohnerantrag zum Erhalt der Kolonie, den das Bezirksamt aber ignorierte und trotz aller Widerstände der Laubenpieper (die Berliner Woche berichtete mehrfach) die Erweiterung des benachbarten Logistikzentrums genehmigte. Daraus ist bekanntlich nichts geworden und das Gelände entwickelt sich seitdem zunehmend zur Müllkippe.

„Jetzt, nach fast drei Jahren Stillstand, sollte endlich das Bezirksamt die Entwicklung in die Hand nehmen“, fordert der CDU-Bezirksverordnete Peter Rimmler. Im Mai hatte er im Namen seiner Fraktion einen entsprechenden Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht. Als Ziel schweben Rimmler und seinen Mitstreitern eine „nachhaltige Entwicklung in Richtung eines Mischgebiets“ aus Wohnen und Kleingewerbe vor. Nun wurde der Antrag allerdings gar nicht erst zur Abstimmung zugelassen, sondern zurückgestellt. Da staunte Rimmler und sicherlich noch einige andere Bezirksverordnete.

Neue Investoren

Denn es gibt offenbar, wie erst bei dieser Gelegenheit öffentlich bekannt wurde, plötzlich neue Investoren, auf deren Wunsch der Antrag zunächst auf Eis gelegt worden sein soll. Nach dem bisherigen Kenntnisstand planen die neuen Eigentümer ausschließlich den Bau neuer Wohnungen. Stimmen aus der SPD-Fraktion haben hingegen schon anklingen lassen, die Brache weiterhin als reines Industrievorratsgelände behalten zu wollen. Peter Rimmler aber bleibt bei seiner Vision und hält dagegen: „Zukünftige Nutzungen müssen auf die Umgebung Rücksicht nehmen.“ Er meint, dass innovative und zukunftsfähige Nutzungen, gekoppelt mit Wohnbebauung, sowohl im Interesse der Anwohner als auch im gesamtstädtischen Sinne eine akzeptable Lösung seien, jedoch in dieser Legislaturperiode wohl nicht mehr realistisch. HDK

Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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