Wohnungsgenossenschaften wollen Grundstücke zu günstigen Preisen

Die Wohnungsgenossenschaften bauen, wo es für sie möglich ist. Die Marzahner Tor beispielsweise gab kürzlich Häuser mit rund 60 Wohnungen an der Hasenholzer Allee in die Vermietung.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Wohnungsgenossenschaften wollen gern mehr neue Wohnungen bauen. Bei der Wohnungsbauoffensive des Senats kommen sie jedoch bisher nur am Rand vor.

Der Senat will der Wohnungsnot in Berlin mit seiner Wohnungsbauoffensive begegnen. Allein die sechs landseigenen Wohnungsgesellschaften sollen bis 2021 rund 30 000 neue Wohnungen bauen. Im vergangenen Jahr wurden von 6000 geplanten nur 3000 Wohnungen tatsächlich gebaut.

Zahlreiche Wohnungsgenossenschaften haben dem Senat angeboten, beim Wohnungsbau mitzumachen. Hierzu wurde im April mit Katrin Lompscher (Die Linke), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, der zweite „Genossenschaftsdialog“ geführt. Vertreter von Genossenschaften aus dem Bezirk waren nicht dabei. „Unsere Interessen werden durch den Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen vertreten“, sagt Uwe Heß, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor.

In einer Presseerklärung fand Lompscher anschließend freundliche Worte für die Genossenschaften und deren Wirkung als sozialer Faktor auf dem Wohnungsmarkt. Sie verwies auch darauf, dass das Abgeordnetenhaus 20 Millionen Euro für die Förderung von Genossenschaften zur Verfügung gestellt habe. „In den neuen Stadtquartieren und an größeren Wohnungsbaustandorten sollen Genossenschaften als Kooperationspartner gewonnen werden“, erklärte sie und kündigte die Fortsetzung der Gespräche im Herbst an.

Auf den seit Jahren von den Genossenschaften vorgetragenen Wunsch nach preiswerten Baugrundstücken ging Lompscher nicht ein. Die Wohnungsgenossenschaften möchten ähnlich wie die landeseigenen Wohnungsgesellschaften vom Senat verbilligt Flächen für den Wohnungsbau bekommen. „An dem Punkt kommen wir einfach nicht voran“, sagt BBU-Pressesprecher David Eberhart. Auch die Politik des Senats, Baugrundstücke nur nach Erbbaurecht für 60 Jahre abzugeben, sei für Genossenschaften wirtschaftlich nicht umsetzbar.

Die Beteiligung an großen Wohnungsbauvorhaben ist für die Genossenschaften in Marzahn-Hellersdorf indes kein Thema, weil es an großen Bauflächen mangelt. „Wir würden uns gern an der Bebauung kleinerer Flächen beteiligen oder solche umsetzen, von denen es im Bezirk noch welche gibt“, erklärt Karsten Ewert, Kaufmännischer Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Wuhletal.

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