Bücherberge am Anfang
Ausstellung zur Geschichte der Bibliotheken im Bezirk eröffnet

Erich Bauermeister, Gründungsdirektor der Stadtbibliothek des Bezirks (rechts) lieferte Anfang der 1980er-Jahre mit Mitarbeitern Bücher in der damaligen Kaulsdorfer Bibliothek an.
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  • Erich Bauermeister, Gründungsdirektor der Stadtbibliothek des Bezirks (rechts) lieferte Anfang der 1980er-Jahre mit Mitarbeitern Bücher in der damaligen Kaulsdorfer Bibliothek an.
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Der Bezirk feiert sein 40-jähriges Bestehen. Genau so lange bestehen seine Bibliotheken. Eine Ausstellung in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain vermittelt mit Fotos Eindrücke aus den zurückliegenden vier Jahrzehnten.

„Wie viele Fotos das sind, können wir nicht genau sagen“, sagt Renate Zimmermann, Leiterin der Musikbibliothek. Die Fotos stammen zum Teil aus dem Archiv der Bibliotheken des Bezirks und von Mitarbeitern, von denen einige schon seit der Anfangszeit mit dabei sein. Die Fotos werden nicht einzeln, sondern in Gruppen angeordnet auf Rahmen gezeigt. Diese Rahmen hängen den Wänden auf allen drei Etagen der Twain-Bibliothek.

Zusätzlich gibt es einen Vitrinenschrank, in dem neben Fotos auch Gegenstände wie ein alter Karteikasten und eine blaue Kittelschürze zu sehen sind. Solch eine Kittelschürze aus Dederon hatte in den ersten Jahren jeder Bibliotheksmitarbeiter in seinem Schreibtisch, um seine Kleidung vor Bibliotheksstaub zu schützen.

Die Stadtbibliothek des Bezirks wurde am 1. Oktober 1979 offiziell gegründet. Ihre ersten Bibliotheken befanden sich in in Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf. Die Gebäude waren teilweise in einem beklagenswert schlechten Zustand. In den folgenden Jahren zogen sie mehrfach um. Gleichzeitig wurde der Neubau von zunächst vier Bibliotheken geplant.

Auf einigen Fotos findet sich der Gründungsdirektor der Stadtbibliothek, Erich Bauermeister (1933-2019). Er trieb die Entwicklung der Bibliotheken energisch voran. Anfangs fuhr er bis nach Leipzig, um Absolventen der Fachschule für Bibliothekare für seine neue Stadtbibliothek zu gewinnen. „Kommen Sie nach Marzahn. Wir fangen ganz neu an und Sie können Teil einer großartigen Entwicklung sein“, versprach er.

Eine Drehscheibe der Arbeit war zunächst die ehemalige Gasstätte Tegelitz in Mahlsdorf. Das leer stehende Haus wurde genutzt, um die tausenden Bücherkartons auszupacken und die Bücher auf die Standorte der Bibliotheken zu verteilen. Als das Haus abgerissen wurde, kümmerte sich Bauermeister persönlich darum, dass der Kronleuchter aus dem Saal gerettet wurde. Er hängt heute im Schloss Biesdorf.

Die folgenden Jahre waren geprägt von der Eröffnung zahlreicher moderner Bibliotheken mit dem ersten Bestand von Tonbandkassetten, Schallplatten, der ersten Artothek, mit den ersten Veranstaltungen. Es sollte turbulent weitergehen mit Eröffnungen, Schließungen und Wiedereröffnungen von Bibliotheken, der Trennung der Stadtbezirke in Marzahn und Hellersdorf und deren Wiedervereinigung mit der Bezirksfusion am Ende des Jahres 2000.

Heute gibt es im Bezirk sechs moderne Bibliotheken, verbunden durch ein Computernetz. Jedes Jahr haben die Bibliotheken des Bezirks rund 560 000 Besucher. „Dabei sank die Zahl der Mitarbeiter der Bibliotheken von rund 120 zur Wende auf gegenwärtig etwa 35“, sagt Benita Hanke, Fachbereichsleiterin Bibliotheken.

Am Donnerstag, 26. September, feiern die Bibliotheksmitarbeiter das Jubiläum. Aus diesem Anlass sind alle Bibliotheken des Bezirks an diesem Tag geschlossen.

Die Ausstellung ist bis 30. Oktober in der Bezirkszentralbibliothek Mark Twain, Marzahner Promenade 55, während der Öffnungszeiten zu besichtigen. Öffnungszeiten sind Mo, Di, Do, Fr von 10 bis 19.30 Uhr, Mi von 14 bis 19.30 Uhr.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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