Gletschereis und Gummistiefel
Im „Wolkenhain“ eröffnet eine Dauerausstellung zur Geschichte des Kienbergs

Die Spur der Steine in der Ausstellung führt in die Zeit der Entstehung des Wuhletals am Ende der letzten Eiszeit.
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  • Die Spur der Steine in der Ausstellung führt in die Zeit der Entstehung des Wuhletals am Ende der letzten Eiszeit.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Grün Berlin GmbH hat im „Wolkenhain“ auf dem Kienberg eine Dauerausstellung zur Geschichte des Geländes eröffnet. Sie gibt Besuchern unter anderem Einblicke in die Entstehung des Kienbergs.

Die Ausstellung im Besucherservice des Aussichtsbauwerks spannt den Bogen vom Beginn der letzten Eiszeit bis zum Aufschütten des Kienbergs mit Bauschutt während der Entstehung der Großsiedlung Marzahn. Dazwischen lag die Entstehung des Berliner Urstromtales im Zuge des Abschmelzens der Eismassen. Ein Ergebnis war das Ausfräsen des heutigen Bettes der Wuhle, die Herausbildung des Wuhletals als natürlicher Ort.

Die Ausstellungsmacher haben die Inhalte in wenigen Textblöcken auf die weißen Wände des Besucherservices gebracht. Hinzu kommen kleine Bildschirme, auf denen sich die Geschichte in Bildern nachvollziehen lässt. Über einen Audioanschluss lassen sich sogar Laute von Mammuts vernehmen, die vor der Eiszeit auf den Flächen des heutige Wuhletals grasten. Auf der Rückwand des Fahrstuhls ist das Bild eines Mammuts aufgetragen, das dem Besucher beim Betreten des Fahrstuhls zur oberen Etage der Aussichtsplattform entgegen zu kommen scheint.

Auch ein Gummistiefel, der bei der Vorbereitung des Geländes für die IGA 2017 gefunden wurde, haben die Ausstellungsmacher in die kleine Ausstellung integriert. „Wir nehmen an, dass der Stiefel bei einem der Subbotniks, der freiwilligen Arbeitseinsätze, verloren gegangen ist, in denen die neuen Bewohner Marzahns den neu aufgeschütteten Kienberg bepflanzt haben“, sagt Claudia Mittendorf, Geschäftsführerin der Doppelpunkt Kommunikationsdesign GmbH. Die Firma war für die inhaltliche Gestaltung der Ausstellung zuständig.

Die Gesamtverantwortung für den Bau der Ausstellung hat die Firma Partner und Partner Architekten getragen. Diese hat auch das Bezirksinformationszentrum mit der Touristinformation am Zugang zum Kienbergpark, Hellersdorfer Straße 159, entworfen, das 2016 eröffnet wurde. „Es war eine große Herausforderung, auf der zur Verfügung stehenden Wandfläche ein Maximum an Informationen auf interessante Weise zur Verfügung zu stellen“, erklärt Jörg Finkbeiner, Geschäftsführer des Unternehmens.

„Wir wollten den Besuchern des Wolkenhains zusätzlich etwa bieten, was ihnen auch die Geschichte dieses Ortes zugänglich macht“, erläutert Gregor Lütjens, Pressesprecher der Grün Berlin GmbH. Jeder könne sich etwa bei einem Kaffee und Stück Kuchen und einem Blick über das Panorama des Wuhletals die Zeit hierfür nehmen.

Die Ausstellung „Von Gletschereis und Gummistiefeln“ ist ab 1. April zu den Öffnungszeiten des Cafés im Wolkenhain täglich von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Die Spur der Steine in der Ausstellung führt in die Zeit der Entstehung des Wuhletals am Ende der letzten Eiszeit.

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