Jugendklubs nutzen Karneval der Kulturen zum Protest

Im Zug beim Karneval der Kulturen fährt auch der Wagen 66 der Klinke und des Jugendfunkhauses aus Lichtenberg mit. | Foto: Klinke
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Marzahn-Hellersdorf. Mehrere Jugendklubs aus dem Bezirk nehmen in diesem Jahr am Karneval der Kulturen teil. Sie werden beim Straßenzug am Pfingstsonntag, 8. Juni, mit eigenen Wagen den östlichen Stadtrand vertreten.

Das Jugendzentrum Betonia beteiligt sich erstmals am Straßenumzug, der Jugendklub Klinke aus Marzahn und das Jugendfunkhaus aus Lichtenberg fahren bereits das dritte Mal mit und auch der Jugendverein Roter Baum aus Hellersdorf ist mit einer internationalen Jugendbegegnung dabei.

Die Jugendlichen vom Betonia wollen Marzahn-Hellersdorf bunt, expressiv und schrill in der Stadtmitte präsentieren und Vorurteile gegenüber ihrem Heimatbezirk und ihrer Stadt Berlin widerlegen. Dabei stellen die Rapper und Tänzer ihre Jugendkultur "HipHop" in den Mittelpunkt. Statt Hochhaus-Klischee soll der Marzahner Beat auf den Straßen Berlins wirken. Das vierrädrige Öko-Mobil prägt das Erscheinungsbild der HipHop-Gruppe.

Die Jugendeinrichtung "Klinke" aus der Bruno Baum Straße und das Jugendfunkhaus aus Lichtenberg fahren gemeinsam beim Karneval der Kulturen mit. Die erfolgreiche Kooperation zwischen den beiden Klubs geht bereits in die dritte Runde. Das von den Jugendlichen entwickelte Wagenkonzept ist eine farbenfrohe Protestnote gegen die drastischen Kürzungen in der Jugendarbeit, die in einer bunten Performance gipfelt.

Auf dem gemeinsam gestalteten Wagen Nr. 66 spielen live die Bands: Melloy, Bonfi Haischisch, Roads to Multiverse und Brüh Brothers in Flames.

Der Jugendverein "Roter Baum" mit seinem "Bunten Haus" in Hellersdorf und dem Jugendklub "Anna Landsberger" ist ebenfalls wieder mit dabei. Die Vorbereitungen auf den bunten Zug haben am letzten Wochenende im Mai mit einer internationalen Jugendbegegnung begonnen.

Weitere Informationen zum Karneval der Kulturen gibt es auf http://asurl.de/qzz
Klaus Tessmann / KT
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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