Spenden für Lucys Leben
Noch nicht zugelassenes Medikament könnte Elfjährige mit einem bösartigen Gehirntumor retten

Katja Remschel hat für ihre krebskranke Tochter Lucy eine Hilfsaktion gestartet. Jede Spende ist willkommen.
2Bilder
  • Katja Remschel hat für ihre krebskranke Tochter Lucy eine Hilfsaktion gestartet. Jede Spende ist willkommen.
  • Foto: Michael Vogt
  • hochgeladen von Michael Vogt

Noch Anfang des Jahres hatte Katja Remschel aus Marzahn – wie wohl die meisten Menschen – von DIPG noch nie etwas gehört. Die vier Buchstaben stehen für „diffuses intrinsisches Ponsgliom“, also für einen äußerst aggressiven Gehirntumor. Diese niederschmetternde Diagnose bekam Katja Remschels elfjährige Tochter Lucy nach einer Magnetresonanztomographie im März.

Das lebenslustige Mädchen klagte zuvor über Doppelbilder und hatte zu schielen begonnen. Zunächst wurde ihr eine Brille verschrieben, bevor nach eingehender Untersuchung diese besonders schwere Krankheit festgestellt wurde. „Ich war anfangs wie gelähmt, denn die voraussichtliche Überlebenszeit bei der derzeitigen Standardbehandlung mit Bestrahlung und Chemotherapie liegt bei unter einem Jahr“, sagt Katja Remschel.

Die elfjährige Lucy Remschel ist an einem Tumor schwer erkrankt. Familie und Bekannte kämpfen derzeit um ihr Leben.
  • Die elfjährige Lucy Remschel ist an einem Tumor schwer erkrankt. Familie und Bekannte kämpfen derzeit um ihr Leben.
  • Foto: K.Remschel
  • hochgeladen von Michael Vogt

Die Hoffnung liegt nun auf ONC 201, einem neuen Medikament, das sich derzeit in den USA noch in der Studienphase befindet, aber dort bereits mit positiven Ergebnissen getestet wurde. In Deutschland ist es bisher nicht zugelassen und nur über eine Klinik in Zürich zu bekommen. Allerdings liegen die Kosten dafür – inklusive Anreise und Behandlung in der Schweiz – bei rund 100.000 Euro. Geld, das Familie Remschel nicht hat.

Nun setzen Katja Remschel, Familie und Bekannte alle Hebel in Bewegung, um über eine Spendenaktion die Behandlung zu finanzieren. „Praktische Unterstützung gibt es von allen Seiten“, sagt Katja Remschel. So hatte zum Beispiel Jeannine Rietz, Mutter von Florian, der Lucy noch aus dem Kindergarten kennt, die Idee, die Medien zu kontaktieren, um Spendenaufrufe zu starten. „Mein Sohn hatte dadurch, dass er anfangs etwas hör- und sprachbehindert war, einen schweren Start in der Kita“, erinnert sich Jeannine Rietz. „Damals war es Lucy, die ihm sehr geholfen und so angenommen hat, wie er war. Das werde ich nie vergessen.“ Und so ist es für sie nun selbstverständlich, bei der Spendenaktion mitzuhelfen und die Bestellung von Spendenboxen bei einem Onlinehändler zu übernehmen.

Unterstützung macht Mut

Die Büchsen wollen Katja Remschel und ihre Freundin Sandra Bauer nun an möglichst vielen Orten der Stadt aufstellen. „Leicht ist das nicht“, sagt Katja Remschel. Denn ihre ersten Versuche hätten gezeigt, dass viele Geschäftsinhaber sehr zurückhaltend reagierten, wenn eine Privatinitiative statt bekannte Spendenorganisationen oder namhafte Vereine dahinter stünden. Für die Marzahnerin kein Grund aufzugeben, denn die Unterstützung von vielen Seiten macht ihr Mut.

Über das Krankenhaus, das Lucy zurzeit betreut, wurde der Kontakt zum Verein Kinderlächeln vermittelt, der dem Mädchen mit einem Kurzaufenthalt an der Ostsee einen Herzenswunsch erfüllen konnte. Über Bekannte der Familie mit einem Draht zum Fußballverein Union Berlin konnte für Lucy eine Privatführung durch die Alte Försterei mit dem Ex-Profi Michael Parensen organisiert werden. Und die Redaktion der Bild-Zeitung stellte eine Anfrage an die Krankenkasse bezüglich einer möglichen Kostenübernahme des noch nicht zugelassenen Medikaments – leider ohne Erfolg.

Auch die Schule von Lucy wird aktiv. Nicht nur Mitschüler, auch Erzieher und Lehrer beteiligen sich an der Spendenaktion, verteilen Flyer und sorgen durch Mundpropaganda und über die Sozialen Medien dafür, dass das Schicksal von Lucy bekannt wird. Über Instagram lässt sich verfolgen, wie viel aktuell gespendet wurde. Bisher sind aber erst 5000 der benötigten 100.000 Euro zusammengekommen, und langsam läuft die Zeit davon.

Wer also beim Kampf um Lucys Leben mithelfen möchte, findet alle nötigen Informationen bei Instagram unter helft.lucy sowie auf facebook.com/katja.remschel. Infos zum Spendenkonto können auch per E-Mail an katjaremschel@gmx.de direkt erfragt werden. Sollten am Ende zu viele oder gar zu wenige Spenden eingehen, werde das Geld der Kinderkrebshilfe Kolibri zugutekommen, versichert Katja Remschel.

Katja Remschel hat für ihre krebskranke Tochter Lucy eine Hilfsaktion gestartet. Jede Spende ist willkommen.
Die elfjährige Lucy Remschel ist an einem Tumor schwer erkrankt. Familie und Bekannte kämpfen derzeit um ihr Leben.
Autor:

Michael Vogt aus Prenzlauer Berg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Genießen Sie kulinarische Köstlichkeiten im Spitzenrestaurant "Machiavelli".
  4 Bilder

Restaurant "Machiavelli" am Roseneck
Seit 10 Jahren eine der besten Adressen in Grunewald

Dass das Spitzenrestaurant "Machiavelli" zu den ersten Adressen in der Hauptstadt gehört, ist berlinweit bestens bekannt. So überzeugt die Location seit dieser Zeit mit einer landestypischen italienischen, aber auch alpenländischen Kulinarik vom Feinsten. Darüber hinaus präsentiert sich das "Machiavelli" als wahre grüne Oase inmitten der Großstadt. Aktuell überrascht das Team selbstverständlich auch mit diversen Pfifferlingskreationen, wobei der beliebte, schmackhafte Pilz gern mit einem...

  • Grunewald
  • 04.08.20
  • 424× gelesen
WirtschaftAnzeige
Das Team der Fleischerei Haroun freut sich auf Ihren Einkauf.

Fleischerei Haroun
Wir haben Ihre Grillspezialitäten!

An der Prinzenallee, zwischen dem U-Bahnhof Pankstraße und der Bellermannstraße, gibt es eine stadtweit bekannte Institution: die Fleischerei Haroun. Ihr Besitzer Youcef Haroun ist der in seiner Familie traditionsreichen Berufung zum Fleischer gefolgt. Sein nach Tradition verarbeitetes Fleisch in Halal-Qualität zaubert Kennern ein Lächeln auf die Lippen. Zu seinen Stammkunden zählen die französischsprachige, aber auch in der deutschen und sogar der rumänischen beziehungsweise bulgarische...

  • Wedding
  • 04.08.20
  • 224× gelesen
SozialesAnzeige
In der Gruppe werden Erfahrungen ausgetauscht.
  2 Bilder

Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf
"Der Austausch mit anderen tut mir gut"

Inge M. freut sich schon. An zwei Montagen im Monat besucht sie das Angehörigencafé der Kontaktstelle PflegeEngagement, eine Gesprächsgruppe für pflegende und betreuende Angehörige, Freunde und Nachbarn. „Die Pflegesituation zu Hause ist oft sehr anstrengend“, sagt Inge, „das ständige Angebundensein, die körperliche Belastung und Freunde, die sich abwenden. Es gibt natürlich auch schöne Momente. Trotzdem habe ich mir meine Rente anders vorgestellt. Hier in der Gruppe treffe ich Menschen,...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 04.08.20
  • 151× gelesen
WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

IdeeZaun
Ihr Wunschzaun wird hier Wirklichkeit

Wir, die Firma IdeeZaun, sind im Zaunhandel bereits seit 2008 tätig. Als mittelständisches Unternehmen an den Standorten Tempelhof und Hermsdorf sehen wir uns als Partner zwischen der Produktion und unseren Kunden. Wir beliefern Privatkunden sowie Garten- und Landschaftsbauer. Mittlerweile sind wir ein etabliertes Unternehmen in Berlin und Brandenburg. Daher würden wir uns freuen, Ihnen auch Ihren Wunschzaun zu planen und zu verwirklichen. Von der Beratung bis zum Aufbau: alles aus...

  • Hermsdorf
  • 04.08.20
  • 293× gelesen
BildungAnzeige
  4 Bilder

Jeder kann was!
Freie Ausbildungsplätze an der Emil Molt Akademie

Wir sind eine Berufsfachschule, Fachoberschule und Fachschule in freier Trägerschaft. Vor zwei Jahren im neuen Vollholzgebäude in Schöneberg eingezogen, freuen wir uns, Ihnen mit neuer Kapazität folgende Bildungsgänge anbieten zu können: Die Ausbildung zum Sozialassistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Berufsbildungsreife (BBR) Die Ausbildung zum Kaufmännischen Assistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss (MSA) Die Allgemeine Fachhochschulreife,...

  • Schöneberg
  • 01.07.20
  • 599× gelesen
  •  2
WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

Wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert?
Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel?

Der Agrarmarketingverband pro agro und der Verband Digitalwirtschaft Berlin-Brandenburg (SIBB e.V.) befasst sich mit dem Thema:  Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel.  Toilettenpapier, Hamsterkäufe, Begrenzungen der Kundenzahlen in den Geschäften - die mediale Berichterstattung der vergangenen Monate zum Einkaufsverhalten der Verbraucher war bestimmt von diesen drei Schlagzeilen.  Doch wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert? Wurde häufiger im...

  • 03.07.20
  • 840× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen