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Ingrid Siegert nimmt mit 80 Jahren noch an Schwimmwettkämpfen teil

Ingrid Siegert trainiert mindestens dreimal in der Woche in der Helmut-Behrendt-Schwimmhalle.
Ingrid Siegert trainiert mindestens dreimal in der Woche in der Helmut-Behrendt-Schwimmhalle. (Foto: hari)

Marzahn. Der BSV Medizin Marzahn hat mit Ingrid Siegert eine der ältesten Wettkampfschwimmerinnen Deutschlands in seinen Reihen. Sie feiert am Freitag, 12. Mai, ihren 80. Geburtstag.

„Es ist schon ein Phänomen, dass die Ingrid immer weitermacht“, sagt Alfred Hänsel, Geschäftsführer des BSV Medizin Marzahn. Sie nimmt immer noch am Training, an Wettkämpfen und am Vereinsleben teil. „Sie ist Vorbild für alle Jüngeren und das sind alle anderen Mitglieder unseres Schwimmvereins.“ Der BSV Medizin hat rund 750 Mitglieder. Die Jüngsten sind vier Jahre alt, Ingrid Siegert das ältestes Mitglied.

Wann sie schwimmen gelernt hat, weiß sie nicht mehr genau. Ingrid Siegert erinnert sich aber noch, im September 1947 erstmals mit zehn Jahren in einem Wettkampf angetreten zu sein. Das war in dem Dörfchen Roitzsch bei Bitterfeld, wo sie aufwuchs. „Meine Mutter war Vorsitzende des dortigen Schwimmvereins und so ist es kein Wunder, dass ich diese Sportart wählte“, erzählt sie.

Wer weiß, was aus ihr geworden wäre, wenn es damals schon das Kadersystem im DDR-Sport gegeben hätte. Ingrid Siegert besuchte keine Sportschule, sondern machte eine berufliche Ausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin. Während dieser Zeit und in den ersten Berufsjahren ließ sie das Wettkampfschwimmen ruhen. „Warum? Das hat sich einfach so ergeben“, erklärt sie.

Beruflich verschlug es sie zunächst nach Seelow und später nach Berlin. Erst im Alter von 36 Jahren, Anfang der 1960er-Jahre fing sie beim Köpenicker Schwimmverein wieder mit dem Sport an und absolvierte Wettkämpfe. Nachdem sie 1982 eine Neubauwohnung in Marzahn bezogen hatte, wechselte sie zum Marzahner Schwimmverein.

Für den BSV Medizin erschwamm sie zahlreiche Meisterschaften in einer Reihe von Disziplinen, vom Brustschwimmen bis zum Freistil auf unterschiedlichen Distanzen. Im vergangenen Jahr wurde sie Berliner Meisterin in ihrer Altersklasse über 75 Jahre 100, 200 und 400 Meter Lagen, 100 und 200 Meter Brustschwimmen und 400 Meter Freistil.

„Mit zunehmendem Alter wird die Zahl der Konkurrenten immer kleiner“, erklärt sie. Nicht selten sei sie in den zurückliegenden Jahren allein gegen die Uhr der Kampfrichter geschwommen, ohne Gegner zu haben. Trotzdem wollte sie mit dem Wettkampfschwimmen nicht aufhören. „Nur einfach so für mich dahin schwimmen, das ist nicht mein Fall.“

Noch immer trainiert sie an drei Tagen in der Woche, vor Wettkämpfen sogar vier mal. Jedes Mal schimmt sie in den unterschiedlichsten Lagen rund 2000 Meter. „Das mache ich, solange ich kann.“ hari

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