Bauzeit soll sechs Jahre betragen
Der Senat will den Marzahner Knoten entwirren

Das Befahren der Marzahner Brücken ist für Radfahrer sehr gefährlich. Mit dem Neubau erhalten sie eigene Radwege.
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  • Foto: hari
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Der sogenannte Marzahner Knoten wird umgebaut. Die sanierungsbedürftigen Brücken werden neu gebaut und die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern soll dabei erhöht werden.

Der Neubau des Marzahner Knotens ist eines der größten und wichtigsten Verkehrsprojekte im Bezirk seit Jahrzehnten. Er umfasst den Abriss aller insgesamt fünf Brücken der Landsberger Allee über die Märkische Allee und die parallel verlaufenden Schienenstränge der Bahn. Das Bauvorhaben wird voraussichtlich sechs Jahre in Anspruch nehmen. Darüber informierte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf einer Informationsveranstaltung im UCI-Kino im Eastgate.

Der reservierte Kinosaal war mit rund 600 Besuchern voll besetzt. „ Abriss und Neubau der Brücken bei Aufrechterhaltung des Verkehrs ist eine große Herausforderung für uns“, sagte Arne Huhn verantwortlich für Straßen- und Brückenbau bei der Senatsverwaltung. Baulärm, massive Umleitungen des Verkehrs und Einschränkungen beim Bahnverkehr seien nicht zu verhindernde Begleiterscheiungen. „Wir versuchen diese Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, erklärte Huhn weiter.

Die Brücken über die Märkische Allee wurden im Zusammenhang mit den Erschließungen der Großsiedlung Marzahn 1975-77 gebaut. Der Beton weist inzwischen zahlreiche Schäden auf. Die Brücken werden zudem nicht den Bedingungen des heutigen Verkehrs gerecht. Sie sind ausschließlich für den Autoverkehr ausgelegt. Fahrradfahrer haben keine eigenen Spuren und Fußgänger keine Überquerungsmöglichkeiten.

Die Defizite sollen mit dem Neubau der Brücken verschwinden. Die alten Brücken schwingen sich jeweils in einem leichten Bogen über die Märkische Allee. Die neuen Brücken sollen gerade ausgerichtet werden. Die bisherige Zahl der von fünf Teilbrücken wird auf drei reduziert. Die Zahl der Fahrspuren für den Autoverkehr wird mit jeweils drei pro Fahrtrichtung gleichbleiben. Neue Radwege und Fußwege werden angelegt. Der Abbiegeverkehr wird, anders als bisher, über neu aufzustellende Ampeln geregelt. Die Höhe der Brücken wird ungefähr gleich bleiben. „Deshalb sehen wir auch keine zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen vor“, erläuterte Huhn.

Die Bauarbeiten sollen 2022 beginnen. Als Bauzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Umleitungen sind über die Allee der Kosmonauten und die Bitterfelder Straße angedacht, aber noch nicht genau geplant. Störungen beim S-Bahnverkehr sollen auf die Wochenenden beschränkt werden. Die geplanten Baukosten belaufen sich auf rund 82 Millionen Euro.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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