Reaktion auf Twitter-Nachricht der Verkehrsverwaltung
Verkehrsstadträtin fordert einen gepollerten Radweg entlang der Märkischen Allee

Radfahrer sollen einen sicheren und durchgehenden Radweg entlang der Märkischen Allee bekommen. Den Antrag dafür hat das Bezirksamt bei der Senatsverwaltung für Verkehr eingereicht.

„Ich habe damit auf ein Angebot der Senatsverwaltung reagiert, das deren Pressestelle über Twitter versandt hat“, sagt Verkehrsstadträtin Nadja Zivkovic (CDU) auf Anfrage der Berliner Woche. Danach konnten Vorschläge für neue Radwege in Berlin bei der Senatorin eingereicht werden. In dem Schreiben an die Senatorin werden allerdings weder Vorstellungen über den genauen Verlauf des Radweges noch die zu erwartenden Kosten genannt.

Zivkovic greift mit dem Antrag eine im Bezirk weit verbreitete Stimmung auf. Danach konzentriert sich der Ausbau des Berliner Radwegesystems bisher viel zu sehr auf die Innenstadt. Die Außenbezirke werden außen vorgelassen. „Dies ist angesichts steigender Bevölkerungszahlen in den Stadtrandbezirken wie Marzahn-Hellersdorf nicht nachvollziehbar. Hier wird neue und zusätzliche Verkehrsinfrastruktur, insbesondere auch für Radfahrerinnen und Radfahrer benötigt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirksamtes.

Zivkovic nahm mit ihrem Antrag bei der Senatsverwaltung auch Luft aus der Diskussion um einen Antrag der Gruppe der Bündnisgrünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Sie hatte schon im April einen sicheren Radweg an der Märkischen Allee gefordert und einen Antrag eingereicht. Der Verkehrsausschuss hat aber schon mehrfach eine Abstimmung darüber vertagt. Er steht erste Ende August nach den Sommerferien wieder auf der Tagesordnung.

Um einen durchgängigen Radweg entlang der Märkischen Allee herstellen zu können, müssen allerdings die jeweils rechten Fahrstreifen ganz oder teilweise dafür genutzt werden. Derzeit parken hier Lkw und Geschäftsfahrzeuge. Darauf haben auch schon die Bündnisgrünen in ihrem Antrag verwiesen und vorgeschlagen, hierfür künftig Parkplätze des Einzelhandels zu nutzen.

Zivkovic setzt auf Gespräche mit den Betrieben, von denen die Märkische Allee als Parkplatz für ihre Fahrzeuge bisher genutzt werden. Die Senatsverwaltung hat sie vorsorglich darauf hingewiesen, dass bei erhöhtem Fahrradverkehr auch mehr Fahrradabstellmöglichkeiten erforderlich seien, vor allem im Bereich Springpfuhl. Das Straßen- und Grünflächenamt lässt zudem im Rahmen des im Herbst beschlossenen bezirklichen Mobilitätskonzeptes auch Alternativrouten prüfen.

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