Neue Hochhausidee für den Alex mit Landesbibliothek im Sockelbau

Luxus-Lofs im Wolkenkratzer.
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  • Luxus-Lofs im Wolkenkratzer.
  • Foto: Copyright: Christian Speelmanns
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Mitte. Nach dem ersten konkreten Hochhausprojekt vom amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry und den aktuellen Diskussionen für einen weiteren Wolkenkratzer vor dem Alexa bringt jetzt ein junger Architekt ein drittes Hochhaus ins Gespräch.

Christian Speelmanns (33) hat Pläne für ein 150 Meter hohes Haus zwischen dem Park Inn Hotel und dem geplanten Gehry-Tower veröffentlicht. Er will mit seinem Konzept natürlich auch seinen Namen bekanntmachen und zeigen, "dass wir jungen Architekten auch was können", so Speelmanns. Er verbindet seine Selbstvermarktung mit einem Thema, das in Berlin für Aufmerksamkeit sorgt: Den siebengeschossigen Sockelbau hat er als gläsernen künftigen Standort für die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) entworfen. Nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid zum Tempelhofer Feld kann sie dort nicht wie geplant gebaut werden. Jetzt sind 4000 Quadratmeter Fläche dafür im neuen Humboldt-Forum auf dem Schlossplatz reserviert.

Speelmanns versteht seinen ZLB-Entwurf als "Diskussionsbeitrag und als Anstoß für einen Neuanfang bei den Planungen rund um die ZLB und Alexanderplatz". Sein vorgeschlagener Bibliotheksbau soll ein spektakuläres Medienhaus werden. Über eine riesige Freitreppe gelangt man in das Atrium. Umlaufend soll es statt eines Lesesaals in der Mitte gemütliche Lese-Lounges geben. "Wie ein Wohnzimmer", so der Architekt. Die Besucher können hier bei bestem Blick auf den Alex arbeiten und lesen. Im Gebäudeinneren sind die Bücherregale angeordnet. Die Magazine werden in den Kellergeschossen untergebracht. Auf dem Dach ist ein riesiger Lesegarten mit Bistro geplant.

Aus dem ZLB-Sockelbau erwächst dann der Wolkenkratzer, den Speelmanns in seinem Entwurf als Wohnhaus konzipiert hat. Ganz oben in 150 Meter Höhe seien ein öffentliches Spa, ein Fitnesszentrum oder eine Sky-Bar denkbar, so Christian Speelmanns.

Welche Chancen seine Alexträume haben, weiß er nicht. "Ich möchte mit meinem Entwurf eine Diskussion anregen", sagt der Newcomer. Wem genau das Grundstück gehört, auf dem er plant, hat Speelmanns noch nicht richtig herausbekommen. Die Idee hat er auch nicht zuerst dem potenziellen Investor geschickt, sondern "einfach mal so ins Blaue" an Journalisten. Dementsprechend zurückhaltend äußert sich die Senatsbauverwaltung, die zeitgleich Speelmanns Visionen im E-Mail-Fach hatte. "Die Unterlagen sind zur Prüfung an unseren Fachbereich gegangen. Erst danach können wir etwas sagen", so Petra Rohland, Sprecherin von Bausenator Andreas Geisel (SPD).

Derzeit wird in Geisels Haus der Masterplan für den Alexanderplatz von Architekt Hans Kollhoff überarbeitet. Seine Alex-Visionen von 1993 sahen ursprünglich 13 jeweils 150 Meter hohe Wolkenkratzer auf und um den Alexanderplatz vor Gebaut ist bisher kein einziger.

Dirk Jericho / DJ
Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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