Hochhaus mit Food Market und Dachterrasse
Signa bekommt Bauvorbescheid für Warenhaus-Umbau am Alexanderplatz

Der Signa-Turm am Alex. An der Karl-Liebknecht-Straße bekommt Galeria-Kaufhof einen zweiten Eingang.
  • Der Signa-Turm am Alex. An der Karl-Liebknecht-Straße bekommt Galeria-Kaufhof einen zweiten Eingang.
  • Foto: Signa Real Estate
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Am Alexanderplatz plant die Signa-Gruppe einen 134 Meter Turm hohen neben Galeria-Kaufhof. Mit dem Bauvorbescheid bekam der Immobilienentwickler jetzt grünes Licht dafür. Im Sommer soll es losgehen. Der Senat sah das Projekt lange kritisch.

Das Warenhaus Galeria-Kaufhof auf dem Alexanderplatz wird ab dem Sommer komplett umgebaut und um ein Hochhaus erweitert. Das Bezirksamt Mitte genehmigte jetzt den nötigen Bauvorbescheid. Damit könne das Projekt nach bestehendem Planungsrecht realisiert werden, teilte die Signa Real Estate mit. Den Antrag für den Bauvorbescheid hatte der Immobilienentwickler im Oktober 2020 gestellt.

Signa will das Galeria-Warenhaus in Richtung Karl-Liebknecht-Straße erweitern und einen 134 Meter hohen Turm an der Ecke Diercksen- und Karl-Liebknecht-Straße hochziehen. Überwiegend werden dort Büros einziehen. Dem Land Berlin hat Signa nach eigenen Angaben darüber hinaus zugesichert, im Neubau etwa 1000 Quadratmeter „mietpreisreduzierte und mietfreie Flächen für gemeinwohlorientierte Nutzungen zur Verfügung zu stellen“.

Gesamter Komplex soll 2025 fertig sein

Das Erdgeschoss bleibt dem Einzelhandel vorbehalten. Im fünften und sechsten Obergeschoss plant der Bauherr einen „Food Culture Market“. Oben aufs Dach bekommt das Hochhaus eine große Terrasse, die den Berlinern auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten offensteht. Baubeginn mit Teil-abriss ist im Sommer. Ende 2025 soll der Komplex samt Hochhaus fertig sein. Entworfen haben ihn die Berliner Architekten von „Kleihues+Kleihues“. Das Architekturbüro hatte bereits 2006 den Komplettumbau des Warenhauses verantwortet.

Das Singa-Projekt am Alex war nicht unumstritten. Auch weil der österreichische Immobilienkonzern das Hochhaus ursprünglich etwa 15 Meter höher plante, was den Blick auf den Fernsehturm verstellt hätte. Außerdem wäre der Turm dann höher als das benachbarte Park-Inn-Hotel geworden. Die Signa-Gruppe hält außerdem alle Anteile an der Warenhausgruppe Galeria Karstadt Kaufhof, und einigen Filialen drohte auch in Berlin die Schließung. Im vorigen August einigten sich der Berliner Senat und die Signa-Gruppe in einem „Letter of Intent“ dann darauf, die betroffenen Warenhäuser nicht zu schließen. Im Gegenzug bekam Signa die Freigabe für seine Berliner Bauprojekte, darunter das am Alexanderplatz sowie am Kurfürstendamm.

"Zusagen lückenlos erfüllt"

„Die von uns gegebenen Zusagen zu unseren städtebaulichen Investitionen und zum Erhalt von vielen schließungsbedrohten Standorten von Galeria Karstadt Kaufhof in Berlin wurden bis zum heutigen Tag konsequent und mit erheblichen Investitionen lückenlos erfüllt“, stellt Timo Herzberg, Geschäftsführer der Signa Real Estate Germany, fest. Für die Projekte am Hermannplatz und am Kurfürstendamm erwarte Signa nun ebenso positive Signale des Senats.

Am Alexanderplatz sollen in den kommenden Jahren weitere Hochhaustürme in den Himmel wachsen. Einer davon ist der „Alexander“ direkt neben der Shopping Mall „Alexa“, der mit 150 Metern Berlins höchstes Wohnhaus sein wird (www.berliner-woche.de/302295).

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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