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Bezirksamt Mitte gibt Langzeitarbeitslosen unbefristeten Arbeitsvertrag

„Das Bezirksamt Mitte und das Jobcenter Mitte schaffen erfolgreich Perspektiven für Langzeitarbeitslose in regulärer sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung“, teilen Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und Jobcenter-Geschäftsführer Lutz Mania mit.

Sozialamt, Stütze und immer mal wieder geförderte Maßnahmen – das war der Trott der vergangenen Jahre für drei Langzeitarbeitslose, die jetzt endgültig im Sozialamt angekommen sind. Allerdings nicht als Bittsteller, sondern als Mitarbeiter. Zwei Jahre lang wurden vier Personen vom Jobcenter finanziert, jetzt stehen drei dauerhaft auf dem Lohnzettel des Bezirksamtes (eine der vier geförderten Personen ist verstorben).

Die Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) ist ein Instrument der Jobcenter, um Langzeitarbeitslose wieder an echte Jobs zu gewöhnen und deren Chancen auf Integration auf dem regulären Arbeitsmarkt zu erhöhen. Während der FAV-Zeit werden die Mitarbeiter vom Jobcenter betreut und von ihrem Arbeitgeber „intensiv an ihre neuen Arbeitsaufgaben herangeführt“, heißt es. Der gelernte Koch und die zwei Handwerker, die jetzt dauerhaft übernommen wurden, waren in den vier bezirklichen Katastrophenschutz- Notfalllagern eingesetzt. In den Einrichtungen des Sozialamtes werden sie sich auch zukünftig darum kümmern, dass im Kriegs- oder Katastrophenfall alle Notfallbetten intakt sind und sonstiges Zubehör vorhanden und einsatzfähig ist.

Wie Bürgermeister Stephan von Dassel sagt, „macht das gute Beispiel weiter Schule“. Auch im Straßen- und Grünflächenamt werden seit 1. Februar drei ehemals Langzeitarbeitslose als FAV-Gärtner eingesetzt. Bewähren sie sich, will sie das Bezirksamt „nach einer Erprobung dauerhaft und vom Jobcenter unabhängig beschäftigen“.

Im September hatten neun Langzeitarbeitslose nicht das Glück, einen echten Job im Bezirksamt nach der FAV-Förderung zu ergattern. Die Arbeitslosen waren als Hilfskräfte im Schul-Umwelt-Zentrum Mitte eingesetzt und hatten geholfen, mit Kita- und Schulkindern die Beete zu bestellen. Doch das Jobcenter hatte die Fördermaßnahme „Grünes Klassenzimmer“ unerwartet nach zwölf Monaten abgebrochen. „Die Kündigung reißt ein Loch in unsere Betreuung“, bedauerte damals der zuständige Bildungsstadtrat Carsten Spallek (CDU).

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