Baucontainer statt Biergarten
Das Wasserstraßen-Neubauamt saniert im Winter Uferwände am Schiffbauerdamm

Die Uferwand am Schiffbauerdamm wird saniert.
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Ein Bierchen auf der Außenterrasse direkt an der Spree, im Winter wird das am Schiffbauerdamm jedenfalls nichts. Bis 2020 saniert das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Berlin die maroden Uferwände.

Es ist einer der beliebtesten Plätze für Touristen, um gemütlich am Bahnhof Friedrichstraße ein Bierchen zu trinken oder Berliner Eisbein zu mampfen. Doch die Wirte auf der Restaurantstrecke zwischen Weidendammer Brücke und S-Bahn müssen den Platz räumen. Statt Biergarten ist der Bereich auf dem Bürgersteig zur Spree Baustelle, zumindest im Winter. „In intensiven Abstimmungen mit dem Bezirksamt, den Interessenvertretungen der Fahrgastreedereien und den betroffenen Gastwirten am Schiffbauerdamm haben wir den Bauablauf so geplant, dass Arbeiten mit wesentlichen Einschränkungen des Verkehrsraumes auf der Spree und auf dem Schiffbauerdamm während des Winterhalbjahres stattfinden. Dadurch erstreckt sich die Bauzeit über zwei Winterhalbjahre, so dass die Bauarbeiten erst im April 2020 abgeschlossen werden“ sagt Rolf Dietrich, Chef des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin (WNA). Im Sommer sollen nur Sachen gemacht werden, die nicht alles blockieren. Einschränkungen durch die Bauschiffe wird es für die Gastwirte dennoch geben.

Das WNA Berlin saniert im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Berlin die Uferwände am Schiffbauerdamm zwischen Friedrichstraße und Albrechtstraße. Die Instandsetzung kostet rund 4,7 Millionen Euro. Die Ufermauer am Nordufer ist nicht standsicher. Der 220 Meter lange Abschnitt musste bereits 2006 mit Stahlspundwänden gesichert werden. Taucher hatten damals Bodenausspülungen unter den flach gegründeten Ufermauern entdeckt. Die bis heute sichtbare Stahlspundwand hat bisher ein Einbrechen der Uferwände verhindert.

Bauschiffe liegen seit ein paar Wochen am Schiffbauerdamm. Um das Ufer zu sichern und instandzusetzen, wird eine neue Wandkonstruktion unmittelbar vor die alte Ufermauer gesetzt. Die neue Uferwand besteht aus Stahlbetonfertigteilen, die auf Bohrpfählen gegründet werden. Die Arbeiten werden auch mit Tauchern durchgeführt. Die Uferwand über Wasser, die man sieht, wird mit Natursteinen verblendet. Während der Bauzeit kommt es wegen der Bauschiffe auch zu Einschränkungen der Schifffahrt auf der Spree. Dieser Spreeabschnitt inmitten der City ist während der Sommermonate die „am höchsten verkehrsbelastete Binnenwasserstraße des Bundes deutschlandweit“, sagt WNA-Chef Rolf Dietrich. Dort tuckern die Touridampfer im Sekundentakt. Auch wegen der Spreeschiffe werden die Sanierungsarbeiten in die verkehrsärmeren Wintermonate verlegt. Von November bis zum 31. Mai dürfen nur noch maximal 50 Meter lange und sieben Meter breite Schiffe passieren, hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt angeordnet. Größere Kähne müssen die Umfahrung über den Teltowkanal und die Havel nutzen.

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