Chaos-Tag im Nahverkehr
BVG Streik am 1. April - nur wenige Buslinien fahren!

Nicht nur auf dem Alexanderplatz bleiben heute am 1. April 2019 neben den U-Bahnen auch diese Tram stehen. Symbolbild
  • Nicht nur auf dem Alexanderplatz bleiben heute am 1. April 2019 neben den U-Bahnen auch diese Tram stehen. Symbolbild
  • Foto: Pascal König / Pixabay; Schriftzug Montage
  • hochgeladen von Marcel Adler

BERLIN - Guten Morgen, liebe Berlinerinnen und Berliner: Es ist soweit, die BVG wird am Montag ganztägig von der Gewerkschaft Verdi bestreikt. Während ab jetzt alle Tram-Linien und die U-Bahnen still stehen, fahren nur wenige Busse. Autofahrer werden um erhöhte Vorsicht gebeten.

Wie die BVG mitteilt, sind folgende Buslinien vom Warnstreik nicht betroffen: 106, 161, 162, 163, 168, 175, 179, 218, 234, 263, 275, 284, 320, 322, 334, 341, 349, 363, 365, 371, 373, 380, 399. Es handelt sich dabei nämlich um die Linien, welche von Subunternehmen betrieben werden. Die Busse 112, 140, 184, 283, 370 und 893 fahren mit leichten Einschränkungen. Im Klartext: Rechnen sie bei diesen Linien mit Ausfällen und fahren Sie unbedingt früher los. Die Linie 390 ist nur in den frühen Morgenstunden regulär im Einsatz. Danach fährt auch dort nichts mehr!

Ausweichen auf S-Bahn und Fahrrad

"Unsere Fahrgäste müssen sich von Betriebsbeginn am frühen Montagmorgen (3:30 Uhr) bis Betriebsschluss in der Nacht zu Dienstag auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen", so die BVG weiter. "Wir gehen davon aus, dass alle U- und Straßenbahnen sowie die meisten Busse stillstehen werden."

Tausende Schüler, viele Pendler aus dem Umland und unzählige Arbeitnehmer müssen daher auf die S- oder Regionalbahn ausweichen. Und das heißt nicht nur vollere Züge, sondern für viele Betroffene mehr Zeit einplanen. Wer mit dem Pkw zur Arbeit fährt, sollte wegen der Staugefahr in jedem Fall den aktuellen Verkehrsfunk verfolgen. Und bitte, liebe Autofahrer, seid heute besonders umsichtig: Nachher werden deutlich mehr Radfahrer, darunter viele Kinder und Jugendliche, auf Berlins Straßen unterwegs sein. Manche vielleicht nicht so aufmerksam wie ihr. 

Darum geht es bei dem Streik:

Zum heutigen Streik riefen die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund auf. Sie fordern eine 36,5-Stunden-Arbeitswoche (bisher 39 Stunden) bei vollem Lohnausgleich für die 14.500 BVG-Beschäftigte und ihrer Tochter "Berlin Transport". Die BVG lehnt das ab, bietet in der Summe aber ein Plus von 90 Millionen Euro pro Jahr. Rückwirkend zum 1. Januar bedeute dies eine Einkommenssteigerung von 17 Prozent für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Verdi hält das Angebot für unfair, da darin auch die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer enthalten seien und nicht alle Beschäftigten gleich stark von den Erhöhungen profitieren würden. Die BVG bezeichnet den heutigen Streikaufruf von Verdi als "völlig unangemessen".

Autor:

Marcel Adler aus Friedrichshain

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