Nicht ganz billig hier
Hohe Mieten in neuem Studentenwohnheim/günstiger Wohnraum fehlt

Die 296 Studentinnen und Studenten wohnen schon seit März im neu erstellten Wohnheim. Am 24. Mai fand nun die offizielle Einweihung des „David-Friedländer-Hauses“ in der Kaiserin-Augusta-Allee 4 statt.

Zur feierlichen Eröffnung des Hauses, das den Namen eines deutsch-jüdischen Seidenfabrikanten und Vertreters der jüdischen Aufklärung im 18. Jahrhundert trägt, waren Berlins Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli (SPD), sowie die Betreiber des Studentenwohnheims gekommen, Michael Blind, Geschäftsführer der FDS gemeinnützigen Stiftung, und Vorstand Julius H. Schoeps von der Moses-Mendelssohn-Stiftung. Die Familienstiftung, die Bildung, Erziehung und Wissenschaft auf dem Feld der jüdischen Geschichte und Kultur fördert, ist Treuhänderin der FDS-Stiftung.

Die 20 Quadratmeter großen Apartments sind möbliert. Sie verfügen alle über ein Bett, einen Schrank, Regale, einen Schreibtisch mit Stuhl, eine kleine Kochnische mit Spüle, Mikrowelle und zwei Herdplatten sowie ein Bad mit Dusche. Das neue Studentenwohnheim an der Kaiserin-Augusta-Allee sei vom ersten Tag an ausgebucht gewesen, berichtet FDS-Geschäftsführer Michael Blind. Insgesamt 14 Apartmenthäuser betreibt die Stiftung mittlerweile im gesamten Bundesgebiet. 

Für Studenten mit kleinem Geldbeutel sind die Mini-Behausungen aus der Smartment-Student-Reihe der FDS-Stiftung allerdings nicht gedacht. Die Miete kostet zwischen 465 und 520 Euro, je nachdem, auf welcher Etage das Apartment liegt. Heizung, Strom und eine Internetflatrate sind im Mietpreis dafür schon inbegriffen.

Aber gerade in Berlin fehlt es an preiswerten Studentenbehausungen. Das Studentenwerk vermietet derzeit gut 9400 Plätze in 33 Anlagen zum Durchschnittsmietpreis von 227 Euro. Zu Beginn dieses Sommersemesters suchten noch knapp 4100 Studenten einen Wohnheimplatz. 

Berlin will die Zahl derselben um 5000 erhöhen. Die mit der Schaffung von 2500 Unterbringungen beauftragte landeseigene Immobiliengesellschaft Berlinovo hat im vorigen Jahr jedoch lediglich 129 Apartments gebaut.

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