Kenntnisreich und unterhaltsam
Pünktlich zum Stadtteiljubiläum stellt Bernd Hildebrandt neues Buch „300 Jahre Moabit“ vor

Zwölf Jahre hat Bernd Hildebrandt an diesem Buch gearbeitet.
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Pünktlich zur Präsentation sind die ersten druckfrischen 38 Exemplare angeliefert worden. Pünktlich zum Jubiläum des Berliner Ortsteils hat Bernd Hildebrandt in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeit, sein Buch „300 Jahre Moabit“, vorgestellt.

„Heute ist ein freudiger Tag für den Verein und für den Stadtteil“, sagt Anita Mächler, die Vorsitzende von Heimatverein und Geschichtswerkstatt Tiergarten zur Begrüßung der rund 100 Gäste in der Buchhandlung an der Turmstraße. Nicht viele Berliner Ortsteile könnten einen solchen historischen Rückblick aufweisen wie die Publikation ihres Vorgängers im Verein Bernd Hildebrandt, so Anita Mächler weiter.

Heimatverein und Geschichtswerkstatt haben die Entstehung des Buches finanziell unterstützt, des Weiteren das Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirks Mitte, die Berliner Sparkasse und zwei Moabiter Firmen, die Evelin Brandt Mode GmbH und Blumen- und Gartenkunst Tunger-Schnur. Dank der Unterstützung dieser Sponsoren könne er das Buch zu einem moderaten Preis anbieten, erläutert Uwe Lemm vom Berliner Saint Albin Verlag. „Es soll möglichst viele Menschen erreichen.“ Reich bebildert breitet Bernd Hildebrandt in acht chronologischen Kapiteln Moabits Geschichte von der hugenottischen Gründung 1718 bis zur Eingemeindung nach Berlin 1861 aus.

Spannend, kenntnisreich und mit großer Liebe zum Detail und zu allerhand Anekdotischem berichtet der Autor von den Ereignissen in der Gegend „rund um die Turmstraße“ – angefangen bei Wasserwegen, Spreebrücken, „(Wein-)Bergen“ und den „petit Martin“ über die „Orangeois“, Pläne für eine Idealstadt, das „Nouvelle-Orange“, und Versuche der Seidenraupenzucht bis hin zu explosiven Pulvermühlen, der Entstehung von Militärschwimmschulen, bedeutenden Industrieunternehmen wie das Borsig-Eisenwerk und spektakulären politischen Aktionen nach der Märzrevolution im Jahre 1848.

Zwölf Jahre lang hat Bernd Hildebrandt recherchiert. „Wer Zeit hat, findet dort viel Material“, meint der Autor. Aber ein Spaziergang war es trotzdem nicht. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele preußische Aktenbestände vernichtet. Nach der Wiedervereinigung seien die verbliebenen Bestände von Dahlem, Merseburg, Potsdam und Berlin zusammengeführt worden, schreibt der Forscher im Vorwort. Doch man muss wissen, wo man zu suchen hat.

Bernd Hildebrandt: 300 Jahre Moabit. Zur Geschichte eines Berliner Stadtteils von der hugenottischen Gründung 1718 bis zur Eingemeindung nach Berlin 1861. 364 reich bebilderte Seiten, erschienen im Saint Albin Verlag (ISBN 978-3-930293-40-7), Preis: 19,90 Euro.

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