Renaturierung der Krummen Laake beendet

Der westliche Moorarm der Krummen Laake ist wieder frei. Störende Gehölze wurden entfernt.
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Müggelheim. Auch der westliche Moorarm der Krummen Laake ist jetzt renaturiert. Ziel ist es, den ökologischen Zustand der Fläche auf Grundlage der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU zu verbessern.

„Noch vor Kurzem war hier alles überwuchert und zugewachsen“, sagt George Majumder, Leiter der Revierförsterei Fahlenberg. Aber jetzt bietet die rund zwei Hektar große Fläche zwischen Gosener Landstraße und Schönhorster Straße einen offenen Blick auf den Torfkörper der Krummen Laake.

Wo noch vor einigen Wochen jede Menge Birken, Weiden und andere Gehölze wuchsen, hat nun wieder der dunkelbraune Boden die Oberhand. Keine schattigen Äste und Zweige verdecken ihn, keine tiefen Wurzeln stören seine Entwicklung.

Eine Spezialfirma hat in dem Gebiet in Abstimmung mit den Berliner Forsten und der Stiftung Naturschutz ordentlich aufgeräumt. Mit vier Fahrzeugen, die durch besondere Ausrüstung einen geringen Bodendruck haben, waren die Experten seit Oktober vor Ort. In einem kleinen Bereich mussten allerdings „die störenden Gewächse samt Wurzeln per Hand entfernt werden“, berichtet Majumder. Diese zweite große Maßnahme an der Krumme Laake sei nun erst einmal beendet.

Bereits 2014 und 2015 wurden am östlichen Moorarm Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. „Nachweislich wachsen dort inzwischen wieder längst verschollene Pflanzen“, freut sich Moor- und Wasserbauexperte Eckart Scheffler, der die Projekte begleitet. Dazu gehört beispielsweise der Sonnentau, eine der Arten, die in Deutschland auf der Roten Liste stehen. Die am Projekt Beteiligten blicken optimistisch in die Zukunft und gehen davon aus, dass sich künftig ebenso der westliche Moorarm erholt.

Ursache für den bedenklichen Zustand der Krummen Laake sei die Absenkung des Grundwasserspiegels seit den 1950er-Jahren. Dadurch trocknet das Gebiet immer mehr aus: Gehölze siedelten sich an, die die typische Moorvegetation wie Gewöhnliche Moosbeere, Wollgras und Sonnentau verdrängten. „Intakte Moore sind aber notwendiger Lebensraum für spezialisierte Arten sowie wichtige Klimaschützer, weil sie große Mengen an CO₂ im Torf speichern“, erklärt Eckart Scheffler.

Bereits jetzt steht fest: 2017 und 2018 wird die Entwicklung des „befreiten Moors“ durch Berliner Forsten und die Stiftung Naturschutz kontrolliert, beobachtet und erfasst. Außerdem sollen austreibender Strauch- und aufkommender Gehölz-Jungwuchs beseitigt werden. „Das Einzugsgebiet des Moors wurde kürzlich durchforstet, sodass die angrenzenden Gehölzbestände bereits aufgelichtet sind, was voraussichtlich zur Erhöhung des Moorwasserspiegels beiträgt“, sagt Revierförster Majumder. Das Geld für die Renaturierung des westlichen Moorarms kommt aus der Klimaschutzabgabe des Landes Berlin. bey

Autor:

Steffi Bey aus Köpenick

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