Karl-Marx-Straße im Wandel
Pläne fürs Schnäppchen-Center und das C&A-Gebäude / Zeitplan noch unklar

Schön ist anders: Das klotzige C&A-Gebäude soll aus dem Straßenbild verschwinden.
  • Schön ist anders: Das klotzige C&A-Gebäude soll aus dem Straßenbild verschwinden.
  • Foto: Schilp
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Zu den sogenannten Schlüsselimmobilien an der Karl-Marx-Straße gehören neben der Alten Post auch das angrenzende ehemalige Sinn-Leffers-Kaufhaus mit der Hausnummer 101 und das alte C&A-Kaufhaus an der Ecke Anzensgruberstraße. Was soll hier passieren?

Wie berichtet, sind die Bauarbeiten in der Alten Post in vollem Gange. Hier entsteht eine Mischung aus Büroarbeitsplätzen, Gewerbe und Wohnen.

Im Sinn-Leffers-Kaufhaus ist seit Jahren das Karstadt-Schnäppchencenter ansässig, das aber nicht mehr alle Etagen nutzt. Bereits 2015 hatte die österreichische „S Immo AG“ das 6700 Quadratmeter große Grundstück gekauft, das sich durch den gesamten Häuserblock bis zur Donaustraße erstreckt.

Das sechsstöckige, fast 50 Jahre alte Gebäude einschließlich des Parkhauses soll vollständig umgebaut werden. Auf rund 22 000 Quadratmetern Nutzfläche sollen sich Einzelhandel, Gastronomie, Fitnesseinrichtungen und Büros ansiedeln. Die Planungen für das Projekt, das sich „101 Neukölln“ nennt, haben sich jedoch verzögert und müssten zum Teil neu genehmigt werden, teilt Stadtplanungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) mit. Er gehe jedoch davon aus, dass 2019 mit den Arbeiten begonnen werden könne.

C&A wird abgerissen

Einen realistischen Zeitplan für die alte C&A-Immobilie gebe es dagegen noch nicht. Relativ klar sei, dass der Eigentümer den 1953 errichteten Komplex abreißen und ein neues Büro- und Geschäftshaus bauen werde. Das riesige Gebäude sei nicht mehr zeitgemäß, eine Sanierung lohne sich nicht. Allerdings würden die Vorstellungen des Bezirksamts und des Eigentümers in Fragen der Architektur eines möglichen Neubaus deutlich voneinander abweichen, so Biedermann. Konkreter wollte er nicht werden.

Er geht außerdem davon aus, dass das Projekt, wenn es Planungsreife erreicht habe, dem Baukollegium vorgestellt werde. In diesem Gremium beraten sechs unabhängige Experten gemeinsam mit der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher über Vorhaben von großer Bedeutung. Das Ziel ist, die Berliner Baukultur zu sichern.

C&A hatte das Kaufhaus Anfang 2012 geschlossen. Von 2015 bis Anfang 2018 diente es als Notunterkunft für Flüchtlinge, seitdem steht es wieder leer.

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