Mini-Gärten vor der Haustür: Bezirksamt informiert, wie die Neuköllner Baumscheiben bepflanzen können

An der Pannierstraße haben Anwohner ihren Kiez bunter gestaltet und ein Beet mit Petunien und Geranien bepflanzt. | Foto: Schilp
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  • An der Pannierstraße haben Anwohner ihren Kiez bunter gestaltet und ein Beet mit Petunien und Geranien bepflanzt.
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Neukölln. Für ein bunteres Neukölln: Das Bezirksamt ruft alle Bewohner dazu auf, Baumscheiben zu bepflanzen. Eine Genehmigung dafür braucht niemand. Es gilt nur, ein paar einfache Regeln zu beachten.

An erster Stelle steht die Wahl des Baumes. Jüngere Exemplare, die noch mit einem schützenden „Dreibock“ umgeben sind, sollten in Ruhe gelassen werden. Auch eine sehr kleine Baumscheibe ist keine gute Wahl.

Hat man den richtigen Ort gefunden, gilt es, die oberste Schicht des Bodens zu lockern, ohne die Wurzeln oder die Rinde zu beschädigen. Dann können die Kiezgärtner ein wenig frische Erde oder Kompost einarbeiten oder die obersten zehn Zentimeter Boden austauschen. Wichtig: keine Erde aufschütten, weil dann Fäulnisgefahr besteht. Das fertige Beet sollte nicht höher als der Gehweg sein, ansonsten kann das Regenwasser nicht ablaufen.

Am besten für die Baumscheibe eignen sich robuste und unterschiedliche Pflanzen. Das können gekaufte Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstblumen sein, flachwurzelnde Stauden, Blumenzwiebeln oder Samen. Tabu sind Gewächse, die Dornen haben oder den Baum emporranken, wie Efeu. Die Pflanzen sollten nicht höher wachsen als 50 Zentimeter, damit auch Kinder freie Sicht auf die Straße haben.

Der „Wurzelanlauf“, wo die Wurzeln in den Stamm übergeben, muss freigelassen werden, damit die Mitarbeiter des Grünflächenamts ihn bei ihren regelmäßigen Kontrollen gut sehen können. Der Abstand sollte 30 Zentimeter betragen. Außerdem ist es untersagt, etwas an den Stamm zu schrauben oder zu nageln, anderenfalls könnten Krankheitserreger in den Baum eindringen.

Schließlich muss das Beet natürlich regelmäßig bewässert werden. Sammelt sich Müll an, ist er ebenfalls zu entfernen, denn die BSR reinigt keine bepflanzten Baumscheiben. Um die Aktion zu unterstützen hat das Unternehmensnetzwerk Neukölln-Südring Tausende von kleinen Tütchen gesponsert, die „Neuköllner Mischung“. Darin enthalten sind Samen der kleinen, goldgelben Sonnenblume „Teddybär“ und des magentafarbenen Schmuckkörbchens.

Und es gibt einen Wettbewerb: Bis zum 15. September kann jeder ein Foto von sich und seiner Bepflanzung mit der Neuköllner Mischung an info@schoen-wie-wir.de schicken, egal ob auf einer Baumscheibe, auf dem Balkon oder der Terrasse. Dem Gewinner winkt ein Preis.

Den Samen-Mix gibt es zum Beispiel kostenlos im Neukölln Info-Center im Erdgeschoss des Rathauses, Karl-Marx-Straße 83. sus

Weitere Informationen gibt es unter  0176/67 55 70 55.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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