Wo ist die Gedenktafel?
Touristeninformation bittet um Hinweise

Leerstelle: Links vom Eingang des Hauses Richardplatz 1 hing jahrelang ein Schild, das an die Historie Rixdorfs erinnerte.
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  • Foto: Schilp
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Am Haus Richardplatz 1 hing einmal eine Gedenktafel, die an das ehemalige Rixdorfer Schulzengericht erinnerte. Doch seit einiger Zeit ist sie verschwunden. Tanja Dickert, Leiterin der Neuköllner Touristeninformation, hat sich auf die Suche gemacht.

Sie selbst habe die Tafel nie gesehen, obwohl sie von 2010 bis 2015 in der Nachbarschaft einen Laden hatte, erzählt sie. Deshalb gehe sie davon aus, dass das Schild schon etliche Jahre nicht mehr am Platz sei. Unter den Anwohnern kursiere das Gerücht, der damalige Hausbesitzer habe es zerstört beziehungsweise im Zuge einer Fassadenrenovierung von der Wand abmontieren lassen.

Kürzlich hat sich Tanja Dickert an die Historische Kommission zu Berlin gewandt, die für die Gedenktafeln in der ganzen Stadt verantwortlich ist. „Inzwischen ist die Tafel als vermisst eingestuft. Die Kommission wird mit der Suche beginnen und recherchieren, wo sie abgeblieben ist“, sagt sie. Falls jemand etwas darüber weiß, solle er sich bei ihr in der Touristeninformation im Erdgeschoss des Rathauses Neukölln melden.

Enthüllt wurde die Tafel vor genau zwei Jahrzehnten, am 18. September 1998. Die Inschrift lautete: „Hier stand bis 1878 das Rixdorfer Schulzengericht, die Keimzelle Rixdorfs – später Neukölln – als politische Gemeinde“. Das ursprüngliche Gebäude steht allerdings nicht mehr. Errichtet wurde es nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs, also um 1648. Dort berieten die Bewohner bis 1871 über die Angelegenheiten ihrer Gemeinde. Vier Jahre später zog der erste Amts- und Gemeindevorsteher Rixdorfs, Hermann Boddin, ein – bis es wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.

Die Touristeninformation ist zu erreichen unter info@tourist-information-neukoelln.de oder Telefon 902 39 35 30, zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 10-17 Uhr, Freitag 10-15 Uhr.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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