Tatort Wildenbruchstraße
Hakenkreuze gesprüht

In der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember haben Unbekannte Hakenkreuze und SS-Runen an der Wildenbruchstraße gesprüht. Viele vermuten einen Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Linken-Politiker Ferat Kocak im vergangenen Jahr.

Denn Hauptangriffsziel war die Schaufensterscheibe der Pizzeria, die Kocaks Tante und Cousins gehört. Auch im Hausflur und an einem benachbarten Späti wurden Nazi-Symbole hinterlassen. Außerdem zerstachen die Täter die Reifen von drei Fahrzeugen vor den Läden.

Wie mehrfach berichtet, war das Auto von Kocak 2018 angezündet worden, als es vor dem Haus seiner Eltern im Süden des Bezirks parkte. Zum Glück griff das Feuer nicht auf das Gebäude über. Kocaks Mutter erlitt jedoch wenig später einen Herzinfarkt. Der Anschlag ist nur einer von vielen in den vergangenen Jahren, die sich gegen Neuköllner richten, die sich gegen rechts engagieren.

Angriff auf die Demokratie

Die SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung verurteilt die jüngste Tat auf Schärfste. Die Vorsitzende Mirjam Blumenthal, selbst Opfer rechter Attacken, sagt: „Es soll ja Menschen geben, die sich an der Demokratie stören. Ich empfehle ihnen die nächste Mondsonde! Die Angriffe haben nichts anders zum Zweck, als das Engagement für Solidarität und eine offene Gesellschaft durch Einschüchterung zu beenden.“

Ferat Kocak kann sich vorstellen, dass die Täter ihre "Botschaft" auch an das gegenüberliegende linke Café K-Fetisch adressiert haben, das ebenfalls schon einmal Anschlagsziel war. „Oder sie wollten dem Polizeiabschnitt keine 100 Meter entfernt zeigen, dass sie vor ihrer Tür problemlos ihre Nazipropaganda setzen können“, schreibt er auf Facebook. Und weiter: „Es ist vollkommen egal, was ihre Absicht war. Wir müssen uns jedem Nationalismus und rechten Terror jederzeit und an jedem Ort geschlossen entgegenstellen.“

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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