Ein Haus für die Kinder an der Sonnenallee
Clubhaus Dammweg eröffnet / Barrierefreiheit und eine große Bibliothek

Stadtrat Falko Liecke, Bürgermeister Martin Hikel und Senatorin Katrin Lompscher luden zur Besichtigung des neuen Hauses ein.
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  • Stadtrat Falko Liecke, Bürgermeister Martin Hikel und Senatorin Katrin Lompscher luden zur Besichtigung des neuen Hauses ein.
  • Foto: P. Rohland
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Die Raumnot hat ein Ende: Das neue Kinderclubhaus Dammweg 241 ist fertig. Am 15. Mai wurde die Eröffnung gefeiert. In diesen Tagen können Mädchen und Jungen zwischen sechs und 13 Jahren die Räume in Beschlag nehmen.

Auch Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) war zur Eröffnungsfeier gekommen. Sie freute sich darüber, dass das neue, rund 420 Quadratmeter große Gebäude in „vergleichsweise kurzer Zeit“ entstanden ist. „Vor zwei Jahren mussten die Kinder ins Exil, jetzt können sie zurück.“ Exil, das bedeutete den Umzug in eine ehemalige Ladenwohnung in der benachbarten Steinbockstraße.

Gut drei Millionen Euro hat der barrierefreie Neubau gekostet, ein guter Teil davon kam aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, den Rest steuerte das Land Berlin bei. „Rund 1000 Einrichtungen in ganz Deutschland hatten sich für Geld aus dem Programm beworben, 56 bekamen den Zuschlag, davon drei in Berlin“, so Lompscher.

Bedarf in der Gegend hoch

Sie hält die Entscheidung für das Kinderclubhaus Dammweg für goldrichtig. Der Bedarf an guten Freizeitangeboten in dieser Gegend, zwischen Weißer Siedlung und Köllnischer Heide, sei besonders hoch. Tatsächlich leben hier viele kinderreiche Familien, die nicht auf Rosen gebettet sind. Günstig ist auch, dass die Wege für viele Mädchen und Jungen kurz sind, denn die Sonnen-Grundschule liegt gleich gegenüber.

Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) bedankte sich bei den pädagogischen Mitarbeitern. „Denn was nutzt uns ein Drei-Millionen-Hochleistungscomputer, wenn wir die Software nicht draufspielen können?“, fragte er und erntete spontanen Applaus. Der Architekt Andreas Veauthier bedankte sich ebenfalls – und zwar beim Bezirksamt: „Die Zusammenarbeit war sehr angenehm“, sagte er. Das sei in Berlin keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.

Der Kinderclub blickt mittlerweile auf eine 40-jährige Geschichte zurück. 1979 zogen die ersten Mädchen, Jungen und Erzieher in die ehemalige Polizeiwache aus den Sechzigerjahren. Doch bald fehlte es an Platz, das Haus war in die Jahre gekommen, so entschied man sich schließlich für Abriss und Neubau.

Wer das zweigeschossige Gebäude betritt, steht in einem lichtdurchfluteten Atrium, von dem die anderen Räume abgehen. Im Erdgeschoss sind das im Wesentlichen ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche und Computerarbeitsplätzen sowie ein Bewegungsraum.

Bücher für zu Hause

Mona El-Khansa liegt die obere Etage noch mehr am Herzen. Sie ist Mitbegründerin der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Koffer Akademie und arbeitet mit ihren beiden Kollegen seit Jahren als Honorarkraft im Clubhaus. Besonders glücklich ist sie über die große Bibliothek. Dort gibt es auch Arbeitsplätze für die Kinder, und sie können sich Bücher und andere Medien ausleihen und mit nach Hause nehmen. Daneben gibt es einen „Raum für Stille“, dann folgt ein großes Atelier. „Das ist einfach toll, es ist hell, wir haben viel Platz, Material zu verstauen und kreativ zu werden“, sagt sie. Sie scharre schon mit den Hufen, wolle endlich richtig loslegen. „Das außerschulische Lernen ist enorm wichtig“, betont sie.

Jugendstadtrat Liecke sieht das Clubhaus als gut eingebettet an. Ganz in der Nähe sind das Familienzentrum und die Kita des evangelischen Kirchenkreises. Das Jugendzentrum Grenzallee ist ebenfalls nicht weit entfernt, „auch wenn wir dort im April wegen des Brandes in der Holzwerkstatt einen kleinen Rückschlag erlitten haben“. Nun hofft er, dass es gelingt, das Gebäude Aronsstraße 120 für Jugendliche aus der Weißen Siedlung in Betrieb zu nehmen. Wie berichtet, soll hier das Sunshine Inn einziehen, dem Ende 2017 seine Räume an der Sonnenallee 273 gekündigt worden waren. Das Bezirksamt verhandelt derzeit mit der Diakonie über die Übernahme der Räume an der Aronsstraße.

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