Kirchenkreis Neukölln schafft eine neue Stelle
Der Armut ein Gesicht geben – Thomas de Vachroi vor großen Aufgaben

Voller Tatkraft und Empathie: Thomas de Vachroi.
  • Voller Tatkraft und Empathie: Thomas de Vachroi.
  • Foto: Carolin Brühl
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Thomas de Vachroi wird Armutsbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln, Anfang des Jahres tritt er seine neue Stelle an.

„Armut ist hier in Neukölln ein großes Thema. Gerade in der Coronazeit ist es wichtig, dazu als Kirche deutlich die Stimme zu erheben“, sagt Superintendent Christian Nottmeier. Der neue Beauftragte solle in den Bezirk und in die Gemeinden hinein wirken: beratend, ermutigend und mahnend.

Thomas de Vachroi hat einschlägige Erfahrungen. Er leitet das Haus Britz an der Buschkrugallee, eine Wohnanlage des Diakoniewerkes Simeon mit rund 60 Mietparteien. Eines seiner Projekte ist auch die Tee- und Wärmestube Neukölln für Obdachlose an der Weisestraße 34, die einzige Einrichtung dieser Art im Bezirk. Seit Beginn der Coronakrise koordiniert er ein Team von Ehrenamtlichen, das dort jede Woche in der Tee- und Wärmestube Neukölln Lunchpakete ausgibt (die Berliner Woche berichtete).

Seit 2017 ist er zudem Armutsbeauftragter des Diakoniewerks Simeon, das zwar eine eigenständige gemeinnützige Gesellschaft ist, aber eng mit dem Kirchenkreis verzahnt. Nun kann er seinen Wirkungskreis ausweiten. Aber auch dem Haus Britz bleibt er erhalten, wenn auch nur noch mit 50 Prozent seiner bisherigen Arbeitszeit.

„Armutsbekämpfung braucht ein Gesicht“, sagt Thomas de Vachroi, der seit Jahren gut mit anderen, die das Problem umtreibt, vernetzt ist und seine Netze weiter weben wird. Er versteht sich sowohl als Ansprechpartner für Betroffene als auch für Helfer in der Not.

Dass de Vachroi nicht nur gut reden kann, sondern vor allem ein Praktiker ist, hat er schon etliche Male bewiesen. Für Aufmerksamkeit über Berlin hinaus hat er im Jahr 2015 gesorgt. Damals baute er im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz eine der ersten großen Flüchtlingsunterkünfte für mehr als 1000 Menschen auf, eine kleine Stadt in der Stadt, die als wegweisend galt und gilt.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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