18 Teams qualifizieren sich fürs Finale der School-Finals im Streetball

Ömer Emre Ismailoglu (am Ball) von der Hermann-Sander-Schule konnte sich mit seinem Team "Hermann Boys" für das Finale qualifizieren.
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Neukölln. Neuköllns Schüler haben beim ersten von vier Vorentscheiden der diesjährigen School-Finals Berlin, dem Streetball-Event der Hauptstadt, wieder einmal bewiesen, dass sie hervorragende Korbjäger sind.

18 Teams von elf Neuköllner Schulen qualifizierten sich für die Endrunde, die am Donnerstag, 3. Juli, ab 9 Uhr im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf ausgetragen wird.

"Bei so einer Veranstaltung wie den School-Finals lernen meine Schüler unglaublich viel", freut sich Jens Lottermoser, Sportlehrer an der Hermann-Sander-Schule. "Sie lernen hier, fair miteinander umzugehen, sich ganz ohne Schiedsrichter untereinander zu einigen. Darüber hinaus lernen sie, wie es sich anfühlt, gemeinsam zu gewinnen, aber auch mal zu verlieren. Und das ist - nicht nur im Sport, sondern auch für das Leben - ganz besonders wichtig." Mit über 20 Schülern hatte die sportbetonte Grundschule auch in diesem Jahr wieder an den School-Finals teilgenommen.

In neun Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, wurden im Eisstadion Neukölln am 17. Juni die besten Streetball-Teams aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln ermittelt. Und allein fünf Mal verließen Neuköllner Schüler als Sieger den Court: Bei den Mädchen triumphierten die "Hermann-Girls" (Jahrgänge 2003/04) und die "Sander-Girls" (2001/02) von der Hermann-Sander-Schule sowie "Meine Favoriten" (1997/98) von der Albert-Schweitzer-Schule. Bei den Jungen zeigten sich das "Team Awesome" (1999/2000) von der Hannah-Arendt-Schule und die "Almans" (1996 und älter) von der Lise-Meitner-Schule am treffsichersten.

Seit nunmehr 21 Jahren gibt es die School-Finals. Initiator und Organisator Mathias Ramsauer von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung war damals angetreten, ein Spiel zu kreieren, bei dem Kinder und Jugendliche in einer angenehmen Atmosphäre friedlich miteinander umgehen. "Und wenn Sie mich heute, 21 Jahre später, danach fragen, ob das tatsächlich funktioniert hat, antworte ich: Ja! Eindeutig Ja!", erklärt der 65-Jährige, der in diesen Tagen seiner Pensionierung entgegensieht. Auch in diesem Jahr wird Ramsauer bei der Organisation und Durchführung der School-Finals großartig vom Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit unterstützt.

In den Anfangsjahren gab es aber auch Probleme. So musste ein Neuköllner Schüler, der sich nicht benehmen konnte, vom Spiel ausgeschlossen werden. "Daraufhin kam er auf mich zu und drohte: Ich steche Dich ab!", erinnert sich Ramsauer. "Das hat er sich dank meiner 1,90 Meter und 100 Kilo dann aber doch nicht getraut", kann Ramsauer heute darüber schmunzeln. Glücklicherweise blieb dieser Vorfall - abgesehen von kleineren Scharmützeln - in all den Jahren eine von ganz wenigen unrühmlichen Ausnahmen. "Unser Prinzip war und ist, ohne Schiedsrichter zu spielen, damit die Kinder ihre Konflikte untereinander verbal lösen. Das hat sich durchgesetzt", freut sich Ramsauer, der seine berufliche Laufbahn übrigens als Lehrer an einer Neuköllner Grundschule begann. "Das hat mich gestählt und prima auf den Lehrerjob vorbereitet", sagt er heute mit einem Augenzwinkern.

Auch Sportlehrer Lottermoser stellt fest, dass das Spiel mit diesen Regeln zumindest für die Schüler funktioniert: "Für die Kinder ist es überhaupt kein Problem, ohne Schiri zu spielen. Am schlimmsten sind in meinen Augen vielmehr einige Betreuer und Lehrer, die glauben, sich von außen ständig in das Spiel einmischen zu müssen."

Michael Nittel / min
Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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