„Eidechsenhotel“ am Spreeufer
Bezirk investiert 750 000 Euro in neue Grünanlage

Blick von der Köpenicker Landstraße über die Grünanlage auf die Minna-Todenhagen-Brücke.
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Auf dem Bauschild an der Köpenicker Landstraße steht „Neubau einer Verkehrsverbindung ... Umsetzung A+E Maßnahmen“. Die Verkehrsverbindung, nämlich die Minna-Todenhagen-Brücke, wurde im Dezember 2017 eingeweiht. Die „A+E Maßnahme“ wurde jetzt fertiggestellt.

Dahinter verbirgt sich eine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme, die in diesem Fall in Form einer rund einen Hektar großen Grünanlage im Brückenvorland an der Köpenicker Landstraße angelegt wurde. Inmitten der Anlage befindet sich ein extra abgezäunter Bereich, eine Art „Eidechsenhotel“. Hier finden streng geschützte Zauneidechsen, die bei anderen Bauvorhaben eingesammelt wurden, eine neue Bleibe. Mehrere Steinhaufen und Baumstämme bieten sonnige Plätze für die Kriechtiere. Das Tor im Zaun bleibt für Spaziergänger verschlossen. Es dient nur den Mitarbeitern vom Grünflächenamt zum Zugang bei Pflegearbeiten.

Realisiert wurde die Grünanlage im Auftrag des bezirklichen Straßen- und Grünflächenamts. Von dort wurde der Berliner Woche auf Nachfrage noch mitgeteilt, dass das separate Eidechsenbiotop 930 Quadratmeter groß ist, die drahtumgitterten Steinwälle mit gelbem Dolomit – einem natürlichen Kalkstein – gefüllt wurden und die Gesamtkosten von 750 000 Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ aus Landes- und Bundesmitteln bestritten wurden.

Bis zum Herbst nicht betretbar

Jetzt ist die Grünanlage zwar fertig, darf aber noch nicht betreten werden. Bis Herbst bleiben die Bauzäune noch stehen, weil die Übergabe an die Öffentlichkeit erst nach der sogenannten Fertigstellungspflege erfolgt, das soll im Oktober der Fall sein. Bis dahin müssen Spaziergänger mit dem Blick von der Brückenrampe auf grüne Oase und „Eidechsenhotel“ vorlieb nehmen. Ein Teil der Freifläche wurde übrigens bewusst noch nicht gestaltet. Er wird später für die Baustelleneinrichtung benötigt, wenn die nahe Marggraffbrücke erneuert wird.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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