Ausstellung "Zerstörte Vielfalt"
„Entartete Kunst“ lagerte im Schloss Schönhausen

Im Schloss Schönhausen ist zurzeit eine Ausstellung zu einem wenig bekannten Kapitel seiner Geschichte zu sehen.
  • Im Schloss Schönhausen ist zurzeit eine Ausstellung zu einem wenig bekannten Kapitel seiner Geschichte zu sehen.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Bernd Wähner

„Zerstörte Vielfalt“ ist der Titel einer Sonderausstellung, die bis Ende Juni im Schloss Schönhausen zu sehen ist.

Wer an Schloss Schönhausen denkt, der mag dabei zu allererst die preußische Königin Elisabeth Christine im Sinn haben. Oder vielleicht die Zeit als Gästehaus der DDR-Regierung. Weniger bekannt ist bisher hingegen, dass das Schloss auch als Depot für "entartete Kunst" in der NS-Zeit genutzt wurde.

Angetrieben von der Wahnvorstellung einer „rein deutschen“ und antimodernen Kultur diffamierte das NS-Regime Kunstwerke, die mit seiner Ideologie nicht vereinbar schienen, schlichtweg als „entartet“. Sie wurden aus den Museen entfernt, oft zerstört oder zum Verkauf in Depots gebracht. Als zentrales Depot diente das Schloss Schönhausen. Ab 1938 lagerte hier die wahrscheinlich größte und bedeutendste Ansammlung von Kunst des frühen 20. Jahrhunderts, die es je gab.

Mit diesem Thema befasst sich nun eine Sonderausstellung. Recherchiert und erarbeiteten wurde sie von Schülern des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums. Sie setzten sich intensiv mit den historischen und künstlerischen Aspekten dieses dunklen Kapitels der Schlossgeschichte auseinander. Die Vorbereitung wurde durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie den Förderverein Schloss & Garten Schönhausen unterstützt. Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni donnerstags 15.30 bis17 Uhr sowie sonnabends und sonntags 10 bis 17.30 Uhr zu besichtigen.

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