Farbenrausch einer vielseitigen Malerin
Renate Brummer präsentiert ihre Bilder im Elisabeth Diakoniewerk

Renate Brummer ließ sich für dieses Bild von einem Fischreiher inspirieren, der sich über dem Wilhelmsruher See in die Lüfte erhebt.
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  • Renate Brummer ließ sich für dieses Bild von einem Fischreiher inspirieren, der sich über dem Wilhelmsruher See in die Lüfte erhebt.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Bernd Wähner

„Farbenrausch“ heißt die Ausstellung, die bis Ende November im Verbindergang des Elisabeth Diakoniewerks Niederschönhausen zu sehen ist.

Und ein Farbenrausch erwartet die Besucher dieser Ausstellung im wahrsten Sinne des Wortes. Künstlerin Renate Brummer zeigt eine Auswahl ihrer farbigen Arbeiten, die in unterschiedlichen Techniken entstanden sind. Einrichtungsleiter Peter Molle freute sich zur Ausstellungseröffnung, dass endlich wieder eine Vernissage im Haus an der Pfarrer-Lenzel-Straße 1,3,5 stattfinden kann, denn die letzte gab es vor gut zwei Jahren, vor Beginn der Corona-Pandemie.

Mit Renate Brummer kann er außerdem eine Künstlerin präsentieren, die dem Haus eng verbunden ist. Seit 2015 macht sie, gemeinsam mit Ilona Becker Nicolovius, in der Pflegeeinrichtung regelmäßig Kreativangebote. Als Künstlerin möchte sich die leidenschaftliche Malerin aber selbst nicht bezeichnen. Es sei ihr Hobby, ein Ausdruck ihres Lebensgefühls, sagt sie. Diesem geht sie aber äußerst professionell nach.

„Seit meiner Kindheit male und bastele ich gern und habe das auch immer beibehalten, obwohl ich beruflich einen ganz anderen Weg eingeschlagen habe“, sagt Renate Brummer. „Ich erarbeitete mir autodidaktisch Kunstgeschichte, indem ich Bilder von verschiedenen Künstlern in deren Stil malte.“ So begann die Pankowerin bei den Impressionisten, malte Bilder von Van Gogh, Monet und Kirchner nach. Bei Cezanne faszinierten sie die vielen übereinander liegenden Farben, und deshalb malte sie seine Bilder auf Seide. Über die Arbeiten von Henry Matisse lernte sie, wie man Zeichnungen vereinfacht. Und durch Picasso kam sie dann zur abstrakten Malerei und gestaltete erste Collagen.

Irgendwann war dann ihr Exkurs in die Kunstgeschichte beendet. Sie probierte sich in unterschiedlichen Maltechniken aus, um ihren eigenen Stil zu finden. Ab 2007 widmete sich Renate Brummer dann noch intensiver ihrem Hobby. Sie besuchte unter anderem Kurse an der Volkshochschule und Malkurse von Künstlern in der Pankower ResiArt.

Inzwischen hat sie ihren eigenen Stil gefunden. „Es macht mir immer wieder Spaß mit Farbe und Material meine eigene Welt entstehen zu lassen“, sagt sie. „Und das Wunderbare an der Malerei ist die Ruhe und Freiheit, die ich dabei empfinde.“ Heute lässt sich Renate Brummer beim Malen meist von Fotografien inspirieren, die sie selbst aufnahm, vor allem von Landschaften. Und beim Entstehen ihrer Kunstwerke ist sie nicht auf eine Technik festgelegt. „Mal benutze ich den Pinsel, mal Schwamm oder Spachtel“, erklärt sie. „Darüber hinaus finden unterschiedliche Materialien, wie Sand, Papier, Zeitungsausschnitte, Fotos und verschiedene Strukturpasten Eingang in meine Bildgestaltung. Ich stimme die Technik auf mein Motiv ab.“

Als Devise für ihre Malerei führt Renate Brummer übrigens ein Zitat von Paul Cezanne an, der sagte: „Man muss Natur nicht reproduzieren, sondern präsentieren, durch was? Durch gestaltete farbige Äquivalente.“ Und diese findet sich in der neuen Ausstellung in üppiger Anzahl.

Die Ausstellung kann von jedermann täglich von 9 bis 18 Uhr unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen und nach kurzer Anmeldung bei Einrichtungsleiter Peter Molle unter de Telefonnummer 47 60 20 besichtigt werden.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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