Ein Buffet für die wilden Bienen

Die Pflanzen wurden in ein fünf Quadratmeter großes Hochbeet gesetzt.
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Wildbienen tragen auch in der Stadt durch die Bestäubung von Blüten zu höheren Erträgen zum Beispiel bei der Obsternte bei. Oft fehlen jedoch geeignete Blühpflanzen. An der Edison-Grundschule in der Wattstraße haben Schüler jetzt ein Bienen-Buffet gebaut.

Bevor das Hochbeet eingerichtet wurde, haben die Schüler der 1. Klasse rund 2000 Kilogramm Blumenerde über den Schulhof transportiert. Mit Unterstützung der Stiftung für Mensch und Umwelt wurde die fünf Quadratmeter große Minigrünanlage dann mit geeigneten Pflanzen bestückt.

„Wir haben unter anderem Kamille, Glockenblumen, Kornblumen, Zitronenthymian und Salbei genommen. An deren Blüten bedienen sich Wildbienen gern“, erklärt Sina-Alicia Zeunert von der Stiftung. Diese hat die Initiative „Deutschland summt“ ins Leben gerufen und bringt unter anderem Honigbienenvölker auf innerstädtische Hausdächer. Jetzt sollen in der Stadt außerdem Wildbienen-Buffets eingerichtet werden, um auch diesen Bienen das Überleben zu erleichtern. Fehlende Blüten als Nahrungsquellen und Pflanzenschutzmittel gefährden die streng geschützten Wildbienen immer stärker. In Grünau musste mehrere Jahre lang sogar ein Kinderspielplatz zeitweise durch das Bezirksamt gesperrt werden, damit dort Sandbienen in Ruhe nisten konnten.

Bisher steht das Programm „Wildbienen-Buffet“ noch ganz am Anfang. Für die Buffets, allein die Materialkosten betragen jeweils rund 1000 Euro, werden noch Sponsoren gebraucht. „Außerdem suchen wir geeignete Aufstellungsorte. Das können Schulhöfe oder -gärten, aber auch öffentliche Grünanlagen oder Kiezgärten sein. Wichtig ist, dass die blühenden Pflanzen regelmäßig gegossen und gepflegt werden“, sagt Sina-Alica Zeunert.

Wer das Projekt mit Sachspenden oder Geld unterstützen möchte oder einen Standort für ein Wildbienen-Buffet anbieten kann, wendet sich bitte an die Stiftung: zeunert@stiftung-mensch-umwelt.de oder 394 06 43 05.

Wissenswertes auch unter www.deutschland-summt.de.
Die Pflanzen wurden in ein fünf Quadratmeter großes Hochbeet gesetzt.
Sina-Alica Zeunert von der Stiftung für Mensch und Umwelt half beim Pflanzen.
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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