Fotos von Paul Langmead in der Galerie Schöne Weide
Keine Menschen, nur ihre Spuren

Fotograf Paul Langmead in seiner aktuellen Ausstellung.
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  • Fotograf Paul Langmead in seiner aktuellen Ausstellung.
  • Foto: Ralf Drescher
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Nach Malerei und Grafik zeigt die Galerie Schöne Weide in ihrer ersten Ausstellung 2019 wieder Fotos. Autor ist der australische Fotograf Paul Langmead (45).

Er hat sein Atelier seit ein paar Jahren im Atelierhaus 15 in der Wilhelminenhofstraße. Die Bilder der aktuellen Ausstellung entstanden in der ganzen Stadt. „Es geht bei Pauls Bildern um Wirklichkeit und Sehnsucht. Er beobachtet und reflektiert in seinen Fotos die Bemühungen der Menschen, die urbane Landschaft Berlins zu einem Zuhause zu machen“, schreibt Galerist Michael Fritsche in seinem Geleitwort.

Mit 14 Jahren im heimatlichen Perth hat Paul Langmead die Fotografie für sich entdeckt, mit einer geschenkten Fujica STX-1 vom Großvater. Heute arbeitet er mit dem Mittelformat. Das hat Paul Langmead während des Studiums entdeckt. „Die großen Dias und Negative haben eine hohe Bildqualität. Sie werden gescannt, am Computer bearbeitet und auf hochwertigem Galeriepapier ausgedruckt“, erklärt er. Rund 90 Prozent seiner Arbeiten entstehen noch immer klassisch auf Film. Schwarz-weiße Aufnahmen sind sein Ding nicht. „Schließlich ist unsere Welt farbig“, erklärt der Fotograf.

Für die Fotos der aktuellen Ausstellung war er im Südosten Berlins unterwegs, aber auch in einem Neuköllner Industriegebiet und in Berlins Mitte, dort im Umfeld der Oranienburger Straße. „Auf meinen Bildern sind keine Menschen, aber die Aufnahmen handeln immer von ihnen“, sagt er. Dabei setzt er einen Sonnenschirm an einem maroden Siedlungshaus in Wilhelmshagen ebenso in Szene wie ein Abrisshaus in Mitte, an dem sich schon der Immobilienvermarkter in Erinnerung bringt, den Marlboro-Mann an einer Neuköllner Zigarettenfabrik oder das Reiterdenkmal auf der Trabrennbahn in Karlshorst. Das dort von unbekannten Schmierfinken am Sockel angebrachte Motto „Halbleer ist halbvoll“ gab der Ausstellung den Titel.

Die Fotos von Paul Langmead sind noch bis zum 15. Februar in der Galerie Schöne Weide, Wilhelminenhofstraße 48A, zu sehen. Geöffnet ist bei freiem Eintritt Donnerstag bis Sonnabend von 12 bis 18 Uhr.

Wissenswertes: www.galerie-schöne-weide.de.

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