Die „Schulze“ entwickelt sich
Seit einem Jahr hat das SprachCafé Polnisch seinen Sitz an der Schulzestraße

Auf dieses Regal ist Agate Koch besonders stolz: Autoren, die im Café lasen, hinterließen ein signiertes Buch. Dazu gehört auch Margit Liepe, die ihr Buch „Polnisch kochen“ vorstellte.
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  • Auf dieses Regal ist Agate Koch besonders stolz: Autoren, die im Café lasen, hinterließen ein signiertes Buch. Dazu gehört auch Margit Liepe, die ihr Buch „Polnisch kochen“ vorstellte.
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Der neue Treffpunkt des Vereins SprachCafé Polnisch hat sich inzwischen zu einem richtigen Nachbarschaftszentrum entwickelt. Es ist ein Jahr her, dass der Verein Räume im Haus an der Schulzestraße 1, unweit des S-Bahnhofs Wollankstraße beziehen konnte.

Das Projekt SprachCafé Polnisch gibt es im Bezirk jedoch bereits seit mehreren Jahren. Seine Initiatorinnen boten regelmäßige Treffen, Kurse und Veranstaltungen unter anderem im Stadtteilzentrum Pankow sowie im Nachbarschaftshaus „Alte Apotheke“ an. Aber 2016 gründeten die Pankower Freunde Polens einen gemeinnützigen Verein. Und seitdem bemühte man sich auch um einen festen Vereinssitz.

Dieser wurde Ende 2017 an der Schulzestraße gefunden. Früher befand sich dort eine Gaststätte. Aber längere Zeit stand alles leer. Nach einer Besichtigung entschloss sich der Vereinsvorstand, mit dem privaten Vermieter einen Mietvertrag abzuschließen. „Es war und ist zwar etliches zu sanieren, aber das schreckte uns nicht ab“, sagt Agate Koch, die Vorsitzende von SprachCafé Polnisch. Und vor einem Jahr fanden die ersten Kurse und Veranstaltungen in der „Schulze“, wie die Vereinsmitglieder ihren neuen Treff liebevoll nennen, statt.

Inzwischen hat sich in den Räumen ungeheuer viel getan, kann Agate Koch berichten: „Bei uns geht zwar alles nur Schritt für Schritt voran, weil wir uns alle ehrenamtlich für den Verein engagieren, aber dafür haben wir in den vergangenen Monaten schon sehr viel erreicht. Zunächst haben wir überall gemalert und mehr Licht in die Räume gebracht, also neue Lampen installiert. Wir haben Tische und Stühle aufstellen können, und sogar ein Klavier.“ Nach diesem Start im neuen Treff gab es finanzielle Unterstützung von der Gesobau-Stiftung für weitere Anschaffungen: für Kurse Gymnastikmatten, für die Terrasse ein großer Sonnenschirm und passende Gartenmöbel sowie ein neuer Fußboden für die Kursräume.

Eine Spende der Berliner Sparkasse ermöglichte außerdem den Einbau einer großen Schiebetür. So kann der einstige große Gastraum nun in zwei separate Räume unterteilt werden. Agata Koch: „Wenn in dem einen Raum zum Beispiel ein Kinderkurs stattfindet, können sich im anderen die Eltern beraten lassen oder sich miteinander unterhalten.“ Ein Vereinsmitglied spendierte für den Treff außerdem eine Regalwand. In dieser konnte inzwischen eine Bibliothek mit polnisch- und deutschsprachigen Büchern über Polen aufgebaut werden. Rund 2000 Bücher sind es insgesamt. „Alle Bücher wurden uns von Privatleuten oder Verlagen gespendet“, sagt Agata Koch. Und die neueste Errungenschaft: „Wir konnten endlich eine richtige Küche bei uns einbauen“, freut sich die Vereinsvorsitzende.

Genutzt werden die Räume des Vereins SprachCafé Polnisch für allerhand Kurse, unter anderem für Vorschulkinder, Schulkinder und Jugendliche. Ganz neu ist auch eine polnischsprachige Krabbelgruppe. Außerdem nutzt die Nachbarschaft den neuen Treff. „Bei uns kann in der Regel werktags von 8.30 bis 22 Uhr jeder reinkommen, einen Tee oder Kaffee trinken und mit anderen ins Gespräch kommen“, so Agata Koch. Das Café wird ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern organisiert, denen stets weitere Ehrenamtliche, willkommen sind.

Weitere Informationen gibt es auf sprachcafe-polnisch.org.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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