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Keine Signale aus Kiew: Partnerschaft kommt nicht zustande

Pankow. Der Bezirk wird nun doch keine Städtepartnerschaft mit einem der zehn Bezirke der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingehen. Darüber informierte Bürgermeister Sören Benn (Die Linke) die Verordneten.

Diese hatten Ende 2015 angeregt, dass sich der Bezirk um eine Partnerschaft bemühen solle. Bisher unterhält Pankow zwei Städtepartnerschaften zur polnischen Stadt Kolobrzeg und zur israelischen Stadt Ashkelon. Das Bezirksamt wandte sich an den Bürgermeister von Kiew, Vitalij Klitschko. Er wurde um Unterstützung bei diesem Vorhaben gebeten.

Mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit nahmen Vertreter aus Pankow Ende 2015 sogar an der 3. Deutsch-Ukrainischen Städtepartnerschaftskonferenz in Berlin teil. Im April 2016 gab es dann eine Antwort aus Kiew. Der Bezirk Darnyzja bekundete Interesse an einer Partnerschaft. Das Bezirksamt nahm daraufhin mit ihm und der gemeinnützigen Engagement Global GmbH Kontakt auf. Letztere bietet im Auftrage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit ein „Schnellstarterpaket Ukraine“ für Gemeinden an, die mit ukrainischen Kommunen zusammenarbeiten möchten.

Doch trotz der Bemühungen des Bezirksamtes gab es seit Monaten keine Reaktion aus Kiew. „Ein nennenswertes konkretes Interesse vonseiten des Partners ist nicht erkennbar“, resümiert der Pankower Bürgermeister. Deshalb nehme das Bezirksamt von weiteren Bemühungen Abstand. Aber man verschließe sich keinesfalls der Kooperation mit Dritten, betont Sören Benn. BW

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