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Bezirk beteiligt sich erstmals am Forschungsprojekt „Mobilitätsberichterstattung“

Der Bezirk geht neue Wege bei der Lösung von Verkehrsproblemen. Pankow beteilige sich ab diesem Jahr am Forschungsprojekt „Mobilitätsberichterstattung“, berichtet Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne).

Erstmalig wird in Berlin die Umweltgerechtigkeitsanalyse in die Verkehrsplanung Pankows integriert. Gefördert wird dieses Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative Zukunftsstadt. An diesem Projekt beteiligen sich die Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste des Bezirksamtes, das Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung der TU Berlin sowie die Professur für Verkehrsökologie der TU Dresden.

Im Rahmen dieses Projektes soll ein neues Verkehrsplanungsinstrument geschaffen und bis 2020 ein „MobilBericht“ für Pankow entwickelt und publiziert werden. In dessen Zentrum soll das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung stehen. Dieser Bericht soll dokumentieren, wie die Pankower den Verkehr im Bezirk wahrnehmen und welche Mobilitätsbedürfnisse sie haben. Dazu gibt es 2018 eine repräsentative Befragung. Das Bezirksamt hofft auf eine rege Beteiligung der Bürger.

Um Gefahrenquellen analysieren und Ideen für neue Verkehrslösungen mit den Betroffenen diskutieren zu können, werden in den kommenden zwei Jahren außerdem Verkehrsbeobachtungen im Bezirk durchgeführt. Weiterhin sollen gemeinsam mit Pankower Bürgern Karten erstellt werden, um positive und negative Verkehrs- und Aufenthaltsräume im Bezirk zu erfassen. Dabei können zugleich Ideen zur Lösung von Verkehrsproblemen entwickelt werden.

Damit die Anliegen von Vereinen und Interessensgruppen aus dem Bezirk in die Erarbeitung des „MobilBerichts“ einfließen können, sollen regelmäßig Diskussionen stattfinden. Durch Erreichbarkeitsanalysen soll außerdem die umweltschonende Mobilität in den Kiezen gefördert werden. Ein Ziel des Projektes ist es, durch Vermeidung und Verringerung des motorisierten Verkehrs bessere Leben- und Umweltbedingungen zu schaffen. Für die Mobilitätsberichterstattung wird der Bezirk einen Mobilitätsbeauftragten einsetzen, der die Umsetzung des Forschungsprojektes begleitet.

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