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Fünf Kilometer Lärmschutzwände entlang der Bahntrasse in Pankow

Die ersten Pfeiler stehen bereits im Bereich der Dolomitenstraße. Sie werden mit hochabsorbierenden Leichtmetallelementen versehen.
Die ersten Pfeiler stehen bereits im Bereich der Dolomitenstraße. Sie werden mit hochabsorbierenden Leichtmetallelementen versehen. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Die Deutsche Bahn AG installiert bis Mai 2018 Lärmschutzwände über fünf Kilometer entlang ihrer Gleisanlagen in Pankow.

Sie werden im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet. An neun Abschnitten werden sie aufgebaut. Die Wände sind jeweils zwei bis drei Meter hoch. Insgesamt werden zirka acht Millionen Euro investiert. Außerdem sollen ab dem zweiten Quartal 2018 an insgesamt 500 Wohnungen entlang der Gleise sogenannte passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. Unter anderem lässt die Bahn dort schalldämmende Fenster und Lüfter einsetzen. Auch dafür trägt der Bund die Kosten.

Die Pankower Bezirkspolitik macht sich bereits seit zehn Jahren für die Lärmsanierung entlang der Bahntrasse stark. Von Anwohnern gab es viele Beschwerden darüber, dass der Schienenlärm erheblich zugenommen hat. 2007 fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) deshalb den Beschluss, dass sich das Bezirksamt bei der Bahn für entsprechenden Lärmschutz einsetzen soll.

Erste Bemühungen liefen ins Leere. Ansprüche auf Lärmschutz können sich grundsätzlich nur dann ergeben, wenn Schienenwege neu gebaut oder wesentlich geändert werden, teilte das Eisenbahn-Bundesamt seinerzeit dem Bezirksamt mit. Deshalb könne man die Bahn nicht zur Lärmsanierung in Pankow zwingen. Doch inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Aus seinem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund seit 2016 jährlich 150 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bereits bestehenden und besonders belasteten Strecken zur Verfügung, berichtet Jens Klocksin, Leiter Lärmschutz im Eisenbahnbereich im Bundesverkehrsministerium.

Auch Alexander Kaczmarek, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für das Land Berlin, begrüßt die Umsetzung der Maßnahmen. „Die Schallschutzwände entlasten viele Wohnungen entlang der Eisenbahnstrecke. Auch weiter hinten liegenden Häuser profitieren von der Wirkung der zwei bis drei Meter hohen Wände aus hochabsorbierenden Leichtmetallelementen.“

Mit dem Aufbau der Schallschutzwände wird dieser Tage im Bereich Dolomitenstraße/ Esplanade begonnen. Weiter geht es entlang der Flora-, Granitz-, Hadlich-, Damerow- und Vesaliusstraße sowie des Rostsperlingwegs und Rotkardinalwegs bis zur Rudelsburgstraße. BW

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