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Zu wenig Platz fürs Wartehäuschen: Senat arbeitet bereits an einer Lösung

An der Bushaltestelle Binzstraße stadtauswärts ist es auf dem Gehweg zu eng für ein Wartehäuschen.
An der Bushaltestelle Binzstraße stadtauswärts ist es auf dem Gehweg zu eng für ein Wartehäuschen. (Foto: Bernd Wähner)

Warum gibt es an der Bushaltestelle Binzstraße auf der Prenzlauer Promenade stadtauswärts eigentlich kein Wartehäuschen an der Haltestelle oder zumindest eine Überdachung, unter die sich Fahrgäste stellen könnten?

Mit dieser Frage wandte sich Leserin Inge Pabst an die Redaktion der Berliner Woche. Ehe er von Weißensee kommend in die Kissingenstraße in Richtung Pankow einbiegt, hat der Bus der Linie 255 Hunderte Meter auf der Prenzlauer Promenade zurückzulegen. Dabei fährt er drei Haltestellen an. An zweien sowie an allen Haltestellen in entgegengesetzter Richtung stehen Buswartehäuschen. Wenn es regnet oder schneit stehen die Fahrgäste an der Haltestelle Binzstraße völlig ungeschützt. Das ist vor allem dann auch sehr unangenehm, wenn der Bus wegen eines Staus auf der Prenzlauer Promenade mal wieder sehr viel Verspätung hat.

„Für den Aufbau von Wartehallen benötigen wir immer eine Genehmigung“, sagt BVG-Pressesprecher Markus Falkner, „da sie auf öffentlichem Straßenland stehen. Für diesen Standort gibt es aber keine Genehmigung des Bezirks, weil die örtlichen Gegebenheiten keinen Aufbau zulassen.“ Der Gehweg sei an dieser Stelle zu schmal. Da ist einfach kein Platz, auch nicht für eine einfache Überdachung.

Die engen Platzverhältnisse sind auch der Grund, warum es in diesem Bereich bisher stadtauswärts keinen Radweg gibt. Allerdings ist der Senat am Thema dran. Er bemühe sich um den Neubau eines Rad- und Gehweges, sagt Matthias Tang, Pressesprecher der Senatsverkehrsverwaltung. Das Vorhaben ist bereits für die Investitionsplanung angemeldet.

Das Problem ist nur, dass voraussichtlich ein Grunderwerb entlang der Straße erforderlich wird, damit ausreichend Platz zur Verfügung steht. Damit die Grundstücke rechtssicher erworben werden können, müsste „mit großer Wahrscheinlichkeit“ ein Planrechtsverfahren durchgeführt werden. Solch ein Verfahren bindet erfahrungsgemäß umfangreiche zeitliche und personelle Ressourcen, sodass bislang noch nicht abzusehen ist, wann das Vorhaben tatsächlich in Angriff genommen werden kann.

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