Film ab im Rathaus bringt Geld
Bezirk nahm seit September 2018 durch Dreharbeiten 71 600 Euro ein

Das Treptower Rathaus ist bei Filmproduktionen gefragt.
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Das rund 110 Jahre alte Treptower Rathaus ist ein Baudenkmal. Der Unterhalt kostet jedes Jahr viel Geld. Aber der Bezirk verdient auch etwas damit.

Und zwar seit September 2018 insgesamt gut 71 600 Euro. Das haben Filmproduktionsfirmen für die Nutzung des Rathauses als Drehort gezahlt, wurde jetzt durch eine Anfrage des Bezirksverordneten und BV-Vorstehers Peter Groos (SPD) bekannt. Er musste in den vergangenen Monaten auch schon mal sein Büro räumen, weil dort gedreht wurde. Der gefragteste Drehort ist jedoch der historische Stadtverordnetensitzungssaal, in vielen der Filmproduktionen in der "Rolle" als Gerichtssaal. In einem kurz vor dem Jahresende 2019 ausgestrahlten rbb-Polizeiruf 110 mutierte er sogar zum Saal eines Stettiner Verwaltungsgerichts.

Wo sonst Bezirksverordnete tagen, ging es in dem Krimi um den Standort für ein geplantes polnisches Atomkraftwerk. Selbst das Umfeld des Rathauses wurde dafür mit polnischen Infotafeln versehen. Gedreht worden war dafür an vier Tagen Anfang Juni 2019. In der Antwort des Bezirksamts stehen auch die erzielten Gebühren. Das Produktionsunternehmen musste 8000 Euro zahlen. Die gleiche Summe wurden für die ARD-Anwaltsserie „Die Heiland“ fällig. An zwei Terminen wurden Ratssaal, BVV-Büro und das Foyer zu Dreharbeiten genutzt, auch hier wurde der Sitzungs- zum Gerichtssaal.

Von September 2018 bis Januar 2020 fanden im Rathaus Treptow an insgesamt rund 60 Tagen Dreharbeiten statt. Der Erlös für die Bezirkskasse betrug 71 600 Euro. In früheren Jahren wurde wesentlich weniger gedreht, 2015 und 2016 nur an jeweils zwölf Tagen. Damals zahlten die Filmleute 7624 Euro (2015) und 10 640 Euro (2016).

„Wir sind stolz, dass unser Treptower Rathaus für Filmemacher so interessant ist. Das fördert unser Image. Die zahlreichen Anfragen von Produktionsfirmen zeigen uns, wie wichtig es war, den denkmalgeschützten Bau zu restaurieren und in seiner jetzigen Form der Nachwelt zu erhalten“, sagt Bürgermeister Oliver Igel (SPD).

Leider können nicht einmal alle Filmprojekte realisiert werden. „Wir mussten schon mehrmals Dreharbeiten ablehnen, weil an den gewünschten Tagen unser Sitzungssaal für die Bezirksverordneten gebraucht wurde“, sagt BV-Vorsteher Peter Groos.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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