Grün Berlin bietet wieder Führungen im Spreepark an

Malerischer Blick auf das marode Riesenrad, davor ein umgekippter Plastiksaurier. | Foto: Ralf Drescher
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Ab sofort kann der Spreepark wieder besichtigt werden. Künftig sind sogar Führungen in englischer Sprache geplant.

Die Führungen dauern jeweils 90 Minuten. Sie finden an Wochenenden und Feiertagen jeweils um 11, 13 und 15 Uhr statt. Veranstalter ist eine Agentur im Auftrag von Grün Berlin GmbH.

Der Spreepark wurde 1969 als einziger Freizeitpark der DDR als Kulturpark Plänterwald errichtet. Ein Teil der Fahrgeschäfte war damals aus der Bundesrepublik und anderen westlichen Ländern importiert worden. Nach 1990 wurde der einst volkseigene Betrieb privatisiert und an die Schaustellerfamilie Witte übergeben. Die hatte ihn ab 1991 modernisiert und umgestaltet, hatte aber letztlich keinen Erfolg. Der Park wurde 2002 geschlossen, und die Betreiberfamilie legte noch ein krimireifes Finale mit Umzug samt Fahrgeschäften nach Peru, einem gescheiterten Kokainschmuggel und 20 Jahre Knast für ein Familienmitglied hin. Seit 2014 hat das Land Berlin wieder die Verfügungsgewalt über den früheren Kulturpark. Derzeit wird an einem Konzept gearbeitet, um die Fläche wieder öffentlich zu nutzen.

Im Rahmen der Führungen können die noch vorhandenen Fahrgeschäfte besichtigt werden, einige, wie das Riesenrad, aus Sicherheitsgründen aber nur aus der Entfernung.

Die Führungen kosten 5,50 Euro, Kinder von sechs bis 14 Jahren zahlen 3,50 Euro. Ab Juni soll es auch Führungen in englischer Sprache geben. Eine Teilnahme ist nur nach Aanmeldung oder Buchung über das Internet möglich. Es wird festes Schuhwerk empfohlen, Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden.

Buchung: www.gruen-berlin.de/spreepark oder unter 28 01 83 20.
Malerischer Blick auf das marode Riesenrad, davor ein umgekippter Plastiksaurier. | Foto: Ralf Drescher
Fehlen nur noch die Krokodile. Schienen der Parkbahn und ein altes Wasserbecken. | Foto: Ralf Drescher
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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